Altona

Mann will seine Frau mit Säure übergießen – Haft

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Ein Mann trägt Handschellen (Symbolfoto)

Ein Mann trägt Handschellen (Symbolfoto)

Foto: dpa

35-Jähriger stieß immer wieder Drohungen gegen die dreifache Mutter aus - zuletzt vor Gericht. Dann tauchte er ab.

Hamburg. Weil er seine von ihm getrennt lebende Ehefrau (31) mit Säure übergießen wollte, ist ein 35 Jahre alter Mann in Haft genommen worden. Ermittlungen ergaben, dass der Mann die Frau bereits seit längerer Zeit drangsaliert hatte.

Es waren unverhohlene Drohungen, die Fatih M. bei einer Verhandlung gegen seine Ehefrau und Mutter dreier Kinder ausstieß. Der Mann stand wegen Körperverletzung vor Gericht. Opfer war seine Frau, die bei der Verhandlung selbst nicht dabei war. Die Drohung des 35-Jährigen: Solle seine Frau ihn belasten, werde er sie verletzen. Unter anderem drohte er vor Gericht damit, sie mit Säure zu übergießen.

35-Jähriger ist der Polizei als Gewalttäter bekannt

Die Polizei wurde eingeschaltet. „Sowohl vom Gericht, wie auch von unserer Seite wurde die Drohung als ernsthaft eingestuft“, so ein Beamter. Denn der 35-Jährige ist der Polizei bereits bestens als Gewalttäter bekannt. Die Staatsanwaltschaft erwirkte einen Haftbefehl. Das Problem: Der 35-Jährige war zunächst abgetaucht. Deshalb leitete die Polizei eine Fahndung ein. Dann konnte der Mann gestellt werden, als er vor seiner Wohnung auftauchte. Jetzt sitzt er in Untersuchungshaft.

Vergleichbare Taten gab es immer wieder. Im November 2016 überschüttete Armin B. (59) seine Ex-Frau an ihrem Arbeitsplatz im Jobcenter in Wilhelmsburg mit Salzsäure. Das Motiv: Eifersucht. Die Frau hatte sich kurz zuvor von ihm getrennt.

Mohammed B. versuchte, seine Frau mit heißem Öl zu übergießen

Nur ein paar Monate zuvor hatte in Harburg Mohammed B. seine Frau in der Dusche der gemeinsamen Wohnung mit Öl überschüttet, das er zuvor in einem Reiskocher erhitzt hatte. Die Frau schwebte mehrere Tage in Lebensgefahr. Das Motiv: Der Mann hatte geglaubt, dass eine Frau einem „anderen Mann gefallen wolle“. Das Gericht wertete die Tat als heimtückischen Mordversuch und verurteilte den Mann zu neuneinhalb Jahren Haft.

Ende 2017 wurde eine damals 43-Jährige in einem Treppenhaus in Wilhelmsburg von einem Mann mit Säure attackiert. Die Flüssigkeit verätzte ihr Gesicht und verletzte auch die Augen. Der Täter flüchtete und entkam. Ermittlungen der Polizei ergaben, dass er sein Opfer offenbar schon über mehrere Tage beobachtet hatte.

( zv )

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