Langenhorn und Lohbrügge

Polizei entdeckt bei Razzien Maschinenpistolen und Munition

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Ein 53-Jähriger wird verdächtigt, mit Schusswaffen gehandelt zu haben. Nun kommt er in Hamburg vor den Haftrichter.

Hamburg. Razzia wegen Schusswaffen in Hamburg: Die Polizei hat am frühen Mittwochmorgen zwei Objekte in Langenhorn und Lohbrügge durchsucht, wie Polizeisprecher Florian Abbenseth bestätigte. "Ein 53-Jähriger steht unter Verdacht, gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz verstoßen und im Sommer 2020 mit Schusswaffen gehandelt zu haben."

Auf einem gepachteten Grundstück in Langenhorn, auf dem sich Seecontainer und ein Bunker befinden, wurde die Polizei fündig und stellte diverse Beweismittel sicher: "Etliche Schusswaffen, darunter Maschinenpistolen, Waffenteile und große Mengen an Munition", so Abbenseth.

Maschinenpistolen entdeckt: 53-Jähriger kommt vor Haftrichter

Den Tatverdächtigen, gegen den zuvor bereits verdeckt ermittelt worden war, hatten die Ermittler zunächst an keiner der beiden Anschriften antreffen können, er war im Verlauf des Einsatzes jedoch hinzugekommen. "Er kommt am Donnerstag vor einen Haftrichter", so Abbenseth..

Am Mittwoch waren die Beamten ab 6.45 Uhr im Einsatz. Die Ermittlungen werden bei der Fachdienststelle für Waffen- und Sprengstoffdelikte (LKA 75) geführt. Deren Ermittler sind auch federführend verantwortlich für die zwei Durchsuchungen. Beim LKA 75 handelt es sich um eine Dienststelle des Staatsschutzes. Auch Mitarbeiter des Zolls waren an den Durchsuchungen beteiligt.

Tatverdächtiger bereits 2010 wegen Waffenbesitzes verurteilt

Die Ermittler stellten auch in der Wohnung des 53-Jährigen in der Korachstraße in Lohbrügge Beweismittel sicher. Ein weiterer Durchsuchungsbeschluss wurde in der Middeltwiete in Langenhorn vollstreckt. Dort nahmen die Beamten das Grundstück mit den Seecontainern und einem Bunker unter die Lupe und stießen auf die Waffen.

Der 53-Jährige ist nicht das erste Mal mit dem Gesetz in Konflikt geraten ist. "Er ist bereits strafrechtlich in Erscheinung getreten", sagte die Erste Staatsanwältin Liddy Oechtering dem Abendblatt auf Anfrage.

2010 wurde er zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und acht Monaten verurteilt, da er gegen das Waffengesetz verstoßen hatte. Damals ging es um den Besitz und das Führen einer halbautomatischen Kurzwaffe, so Oechtering. Danach wurde er noch mal 2014 zu einer Geldstrafe verurteilt – allerdings nicht wegen Waffen, sondern wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis.

( coe/arg )

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