Wilhelmsburg

Frau angeschossen: Schütze soll Tochter nachgestellt haben

Schüsse in Hamburg-Wilhelmsburg: Schwer bewaffnete Polizisten rückten am Tatort am Karl-Arnold-Ring an.

Schüsse in Hamburg-Wilhelmsburg: Schwer bewaffnete Polizisten rückten am Tatort am Karl-Arnold-Ring an.

Foto: Michael Arning

Mann hatte 53-Jähriger im Treppenhaus aufgelauert und auf sie geschossen. Familie hatte zuvor ein Annäherungsverbot erwirkt.

Hamburg. Ein Jahr lang soll der Schütze, der am Donnerstagnachmittag am Karl-Arnold-Ring in Wilhelmsburg eine 53-Jährige niederschoss, der Tochter (17) der Frau nachgestellt haben. Der Mann wurde dabei sogar übergriffig.

Vergangenen September ging er die 17-Jährige körperlich an. Die Familie erwirkte ein Annäherungsverbot. Auch gab es bereits mehrere Gefährderansprachen der Polizei. Zuletzt hatten Beamte den 23-Jährigen am 5. März aufgesucht.

Gegen 15.20 Uhr hatte Mustafa D. der 53-Jährigen vor einem Mehrfamilienhaus am Karl-Arnold-Ring aufgelauert. Als der Mann plötzlich eine Pistole zog, versuchte die Frau, die ihren 13 Jahre alten Sohn dabei hatte, ins Treppenhaus zu flüchten.

Frau angeschossen: Schütze hat Tochter nachgestellt

Sie wurde im Gesicht von einer Kugel getroffen. Ihr Sohn, der die Tat mit ansehen musste, blieb unverletzt. Ein Rettungswagen brachte die 53-Jährige ins Krankenhaus. Nach einer Operation ist sie nun außer Lebensgefahr.

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Der Schütze war zunächst entkommen. Kurz nach 17 Uhr wurde er an der Wittestraße, etwa zwei Kilometer vom Tatort entfernt, festgenommen. Er selbst hatte sich der Polizei zu erkennen gegeben und den Beamten seine Waffe übergeben. In einer Vernehmung soll er die Tat eingeräumt haben. Der 23-Jährige wurde dem Haftrichter vorgeführt. Er sitzt nun in U-Haft.

( zv )

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