Othmarschen

Totes Wildschwein am Elbufer: Untersuchungsbefund liegt vor

Am Elbstrand in Höhe des Hans-Leip-Ufers fanden Passanten am Sonnabend ein totes Wildschwein (Symbolbild).

Am Elbstrand in Höhe des Hans-Leip-Ufers fanden Passanten am Sonnabend ein totes Wildschwein (Symbolbild).

Foto: picture alliance / Axel Heimken/dpa

Am Wochenende fanden Passanten das tote Tier am Elbstrand. Im Institut für Hygiene und Umwelt wurde es untersucht. Das Ergebnis.

Hamburg. Das tote Wildschwein, das Passanten am Sonnabend am Hamburger Elbufer entdeckt hatten, hatte viele Fragen aufgeworfen. Nun liegen die Untersuchungsergebnisse des Instituts für Hygiene und Umwelt vor, die das Tier unter die Lupe genommen haben.

"Die veterinärmedizinischen Untersuchungen ergaben zweifelsfrei, dass das Tier nicht an Afrikanischer Schweinepest (ASP) erkrankt war", heißt es in einer aktuellen Mitteilung der Verbraucherschutzbehörde. Hamburg sei somit weiterhin frei von der Tierseuche.

Afrikanische Schweinepest – Hamburg ist gut vorbereitet

Hintergrund der Untersuchung sind Ausbrüche der ASP bei Wildschweinen im Osten Deutschlands (Brandenburg und Sachsen) und in einigen Regionen Europas – darunter Ungarn, Polen, Belgien, Baltikum, Moldawien, Rumänien, Bulgarien, Slowakei, Serbien.

"Hamburg ist auf die Afrikanische Schweinepest gut vorbereitet", sagte Verbraucherschutzsenatorin Anna Gallina (Grüne) am Dienstag. "Bislang ist die Tierseuche im Hamburger Raum noch nicht aufgetreten. Im Ernstfall können wir schnell handeln." An oberster Stelle stehen laut Gallina die Verhinderung der Einschleppung und die Früherkennung eines möglichen Ausbruchs der Afrikanischen Schweinepest in Hamburg.

Jährlich 80 Wildschweinproben im Institut für Hygiene und Umwelt

Das tote Wildschwein vom Elbstrand war im Bereich des Hans-Leip-Ufers gefunden worden. Laut Polizei war der Jährling, also das erst einjährige Tier, zuvor am Elbstrand angetrieben worden. Die Polizei brachte das tote Tier weg.

Die Behörde für Justiz und Verbraucherschutz wies am Dienstag darauf hin, dass der Gesundheitsstatus der regionalen Wildschweinpopulation in Hamburg innerhalb eines Wildtiermonitorings überwacht wird. "Jährlich werden im Rahmen des Monitorings etwa 80 Wildschweinproben im Institut für Hygiene und Umwelt untersucht", heißt es in der Mitteilung dazu. Jäger erhalten demnach eine Aufwandsentschädigung für die Einsendung oder Anlieferung von Proben.

( coe/lag )

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