Justiz

Opfer erscheint nicht vor Gericht – Prozess ausgesetzt

Eine Statue der Justitia. (Symbolbild).

Eine Statue der Justitia. (Symbolbild).

Foto: Arne Dedert / dpa

Wegen schweren Raubes musste sich eine 35-Jährige vor Gericht verantworten. Angeklagte bestreitet den Vorwurf.

Hamburg. Sie soll einen Freier mit Hilfe von Kokain außer Gefecht gesetzt und ihm dann Wertsachen weggenommen haben: Wegen schweren Raubes musste sich am Dienstag eine 35-Jährige vor Gericht verantworten.

Laut Anklage überließ die Prostituierte Trayanka D. ihrem Kunden K. in einem Hotelzimmer in St. Georg eine mit Kokain versetzte Flasche Bier. Als K., wie sie es beabsichtigt hatte, einschlief, stahl D. ihm sein Mobiltelefon und sein Portemonnaie, so die Vorwürfe weiter. Das Handy habe sie dann an eine Komplizin weitergegeben.

Auch die Frau des mutmaßlich Geschädigten fehlte unentschuldigt

„Die Angeklagte bestreitet den Vorwurf“, sagte die Verteidigerin der verschüchtert wirkenden Trayanka D. „Sie war das nicht.“ Ihre Mandantin könne sich nicht an einen Vorfall erinnern, der auch nur entfernt mit den Vorwürfen zu tun hat.

Der mutmaßliche Geschädigte, ein Mann aus Passau, kam am Dienstag nicht zum Prozess, um als Zeuge auszusagen. Auch seine Frau, die ebenfalls als Zeugin geladen war, fehlte unentschuldigt. Nun wurde das Verfahren ausgesetzt.

( bem )

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