Nahe Köhlbrandbrücke

Gefahrstoffeinsatz im Hafen erst in der Nacht beendet

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Feuerwehreinsatz in Hamburg: In einer Lagerhalle nahe der Köhlbrandbrücke war ein Fass mit einem Gefahrstoff leckgeschlagen (Symbolfoto).

Feuerwehreinsatz in Hamburg: In einer Lagerhalle nahe der Köhlbrandbrücke war ein Fass mit einem Gefahrstoff leckgeschlagen (Symbolfoto).

Foto: Marcelo Hernandez

In einer Lagerhalle im Hamburger Hafen war ein gefährlicher Stoff ausgetreten. Anwohner sollten Türen und Fenster schließen.

Hamburg. Eine Chemikalien-Wolke im Hamburger Hafen hat insgesamt 125 Einsatzkräfte der Feuerwehr sowie Anwohner am Mittwoch den ganzen Tag über in Atem gehalten.

Wie ein Feuerwehrsprecher auf Anfrage mitteilte, war am Mittwochmorgen in einer Lagerhalle im Rossweg nahe der Köhlbrandbrücke ein Fass mit einem Gefahrstoff leckgeschlagen.

Bei der Kollision zweier Gabelstapler war das Fass beschädigt worden, an der Luft begann der Stoff zu regieren und giftige Dämpfe zu bilden. Die giftige Wolke breitete sich im Bereich Steinwerder aus.

Anwohner mussten Fenster und Türen geschlossen halten, Straßen wurden gesperrt. Da sich bei einer wiederholten Messung um 3.16 Uhr keine negative Veränderung der Luftwerte feststellen ließ, galt der Einsatz erst in der Nacht bis auf letzte Aufräumarbeiten als beendet.

Feuerwehreinsatz: Dämpfe an der Köhlbrandbrücke

Um welchen Gefahrstoff es sich genau handelte, ist weiter noch unklar. Dies werde nun von Experten untersucht.

Feuerwehrleute in Schutzanzügen schlugen in der Halle die giftigen Dämpfe mit Wasser nieder und setzen Chemikalienbindemittel für die aus dem Fass auslaufende Flüssigkeit ein. Die Bergung des Fasses gestaltete sich jedoch als schwierig. Der Einsatz dauerte auch am späten Abend noch an.

Gefahrstoffalarm: Fenster und Türen geschlossen halten

Die Feuerwehr bat darum, das betroffene Gebiet rund um das Firmengelände zu meiden und das Gebiet weiträumig zu umfahren. Anwohner und Anwohnerinnen sollten zudem Fenster und Türen geschlossen halten.

Auch die Warn-Apps Katwarn und Nina meldeten eine Warnung im Bereich Steinwerder. Der Warnbereich wurde zwischenzeitlich auf den Rossweg bis zur Uferkante Rosshafen ausgeweitet. Einige Straßen im Bereich um das Firmengelände waren gesperrt.

Die gute Nachricht zum Schluss: Verletzt wurde niemand. Allerdings mussten 15 Feuerwehrleute zur Beobachtung vorsorglich ins Krankenhaus.

( hie/jdr )

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