Tonndorf–Jenfeld–Billstedt

Mercedes kollidiert bei Verfolgungsjagd mit Polizeiauto

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Bei einer Verfolgungsjagd durch den Hamburger Osten ist ein Mercedes mit einem Streifenwagen zusammengestoßen (Symbolbild).

Bei einer Verfolgungsjagd durch den Hamburger Osten ist ein Mercedes mit einem Streifenwagen zusammengestoßen (Symbolbild).

Foto: Michael Arning

Der 40-Jährige und sein Beifahrer rasten durch Tonndorf, Jenfeld und Billstedt. Auch nach einem Unfall gaben die Männer nicht auf.

Hamburg. In manchen Filmen gelingt es den Bösewichten, die Polizei bei einer Verfolgungsjagd erfolgreich abzuhängen. In der Realität ist das eher selten der Fall. So scheiterten auch ein 40-jähriger Mercedes-Fahrer und sein Beifahrer, die in der Nacht zum Mittwoch durch den Hamburger Osten rasten, bei dem Versuch, vor den Beamten zu flüchten.

Gegen 0.11 Uhr war Zivilfahndern der Mercedes mit schweizerischem Kennzeichen in Tonndorf in der Stein-Hardenberg-Straße aufgefallen, da dieser trotz des Winterwetters mit überhöhter Geschwindigkeit unterwegs war. "Nachdem der Wagen an der Kreuzung Jenfelder Allee/Kuehnstraße eine Rotlicht zeigende Ampel passiert hatte, entschlossen die Fahnder sich, ihn mit Unterstützung einer hinzugerufenen Streifenwagenbesatzung anzuhalten und zu überprüfen", sagte Polizeisprecherin Nina Kaluza am Mittwoch.

Mercedes kollidiert bei Fluchtversuch mit Streifenwagen

Als die beiden Männer in dem Mercedes bemerkten, dass die Polizei sie ins Visier genommen hatte, drückten sie aufs Gas und ergriffen die Flucht. Das Duo versuchte über ein Tankstellengelände am Schiffbeker Weg zu entkommen – doch dabei kam es zu einem Zusammenstoß mit einem Streifenwagen. "Dabei entstand an beiden Autos Sachschaden", so Kaluza.

Doch ans Aufgeben dachten die Männer nicht: Sie setzten ihre Flucht fort, bis sie das Auto schließlich auf dem Parkplatz einer Wohnunterkunft im Mattkamp verließen und wegrannten. Einen der Männer, den 40-jährigen Fahrer, konnten die Beamten auf dem Gelände der Unterkunft vorläufig festnehmen. "Den 37-jährigen Beifahrer trafen die Polizisten wenig später im Rahmen der Fahndung an", sagte Kaluza.

Mercedesfahrer hat keine Fahrerlaubnis und war alkoholisiert

Offenbar leistete der 40-Jährige bei seiner Festnahme Widerstand. Kaluza: "Dieser und ein Polizeibeamter verletzten sich leicht, so dass sie anschließend von einer Rettungswagenbesatzung vor Ort ambulant versorgt wurden."

Anschließend stellte sich heraus, dass der 40-Jährige keine gültige Fahrerlaubnis besitzt und sich alkoholisiert hinters Steuer gesetzt hatte. "In seiner Atemluft wurde eine Alkoholkonzentration von 0,33 Promille festgestellt", so Kaluza. Zudem entdeckten die Beamten in seiner Bauchtasche eine geringe Menge Betäubungsmittel. Dem mutmaßlichen Fahrer wurde eine Blutprobe entnommen.

Da auch nicht klar war, um wessen Mercedes es sich handelt, wurde dieser sichergestellt. Mangels Haftgründen wurden beide Männer vor Ort von der Polizei entlassen. Die Ermittlungen dauern an.

( coe )

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