Versuchte Tötung

Nach Messerangriff in Lurup: Tatverdächtiger in Haft

SEK-Beamte hatten den 50-Jährigen überwältigt. Er soll in Lurup mehrfach auf sein Opfer eingestochen haben.

Hamburg/Pinneberg. Gegen einen mutmaßlichen Messerstecher hat das Amtsgericht Hamburg am Mittwoch einen Haftbefehl erlassen. Das teilte eine Polizeisprecherin am Donnerstag mit.

Der 50-Jährige soll am Montag bei einer Auseinandersetzung in Hamburg-Lurup einen 23-Jährigen lebensgefährlich verletzt haben. Schwer bewaffnete SEK-Beamte hatten am Dienstag eine Wohnung am Hindenburgdamm gestürmt und dabei den mutmaßlichen Messerstecher von Lurup festgenommen.

SEK stürmte Wohnung des Messerstechers von Lurup

Im Rahmen der Ermittlungen der Mordkommission war der 50-Jährige in den vergangenen Tagen immer mehr ins Visier der Beamten gerückt. Zielfahnder lokalisierten den Flüchtigen schließlich in dem Hochhaus in Pinneberg.

Gegen 23.30 Uhr griffen die Spezialkräfte zu. Das SEK stürmte die Wohnung, setzte den Mann dort fest. Danach konnten Beamte der Kriminalpolizei das Gebäude betreten und den Mann abführen. Mit auf den Rücken gefesselten Händen wurde er zu einem Streifenwagen gebracht.

Die beiden Männer, die sich kannten, sollen aus noch unbekannten Gründen in einem Luruper Park in Streit geraten sein. Der 23-Jährige erlitt dabei mehrere Messerstiche in den Oberkörper.

Opfer musste nach Messerattacke notoperiert werden

Der 23-Jährige musste mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht und notoperiert werden, schwebt mittlerweile aber nicht mehr in Lebensgefahr. Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat dauern an.

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Berichte, wonach der Täter eine Verbindung zu der Familie des Ausbrecher-Königs Karl L. haben soll, der erst kürzlich aus Santa Fu geflüchtet war, konnte der Polizeisprecher nicht bestätigen.

( bob/dpa )

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