Kreis Stormarn

Rehe brechen auf dem Lütjensee ein und sterben

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Lutz Kastendieck
Am Sonntag  sind fünf Rehe auf dem vereisten Lütjensee eingebrochen und konnten von Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehr nur noch tot geborgen werden.

Am Sonntag sind fünf Rehe auf dem vereisten Lütjensee eingebrochen und konnten von Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehr nur noch tot geborgen werden.

Foto: Christoph Leimig

Tiere befanden sich auf Grundstück gegenüber der Gaststätte „Fischerklause“. Hund soll Rehe auf den See getrieben haben. Zeugen gesucht.

Lütjensee. Der Fall hat im Amt Trittau große Bestürzung ausgelöst und ist in den sozialen Netzwerken vielfach kommentiert worden. Am vergangenen Sonntagnachmittag sind fünf Rehe auf dem vereisten Lütjensee eingebrochen und konnten von Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehr Lütjensee nur noch tot geborgen werden. Die Polizei sucht jetzt nach Zeugen des Geschehens. Es passierte gegen 13.45 Uhr. Nach bisherigen Erkenntnissen sollen sich die Rehe auf einem Grundstück im Bereich einer Bucht gegenüber der Gaststätte „Fischerklause“ befunden haben.

Dort sollen sie dann von einem mittelgroßen, etwa kniehohen, weiß-schwarz gefleckten Hund aufgeschreckt worden sein. Dem Vernehmen nach haben die Rehe versucht, über den zugefrorenen See zu flüchten. Etwa 50 Meter vom Ufer entfernt sind sie eingebrochen. Nach der Ankunft am See machten sich zwei Lütjenseer Feuerwehrleute in einem Schlauchboot sofort auf dem Weg zur ersten von zwei Einbruchstellen. Ein mühsames Unterfangen, da das bis zu fünf Zentimeter dicke Eis mit Spaten und Schaufel erst aufgebrochen werden musste.

Rehe brechen auf dem Lütjensee ein und sterben: Zeugen gesucht

Deshalb wurden ein zweites Boot der Großenseer Wehr und eine Drohne angefordert, um die Lage besser beurteilen zu können. Trotz aller Bemühungen kamen die Retter nicht schnell genug voran. Letztlich konnten an einer Einbruchstelle drei Rehe, an der anderen weitere zwei geborgen und in die Schlauchboote gezogen werden. Für die Tiere kam jedoch jede Hilfe zu spät. Sie waren in dem eisigen Wasser des Lütjensees qualvoll verendet und sind von einem Jagdpächter abgeholt worden.

An dem Einsatz, der rund anderthalb Stunden dauerte, waren die Freiwilligen Wehren aus Lütjensee, Sandesneben und Großensee sowie Fahrzeuge der Polizei beteiligt. Die Trittauer Wache bittet jetzt um Mithilfe von Zeugen, die das Drama beobachtet hat. Wer Angaben zu dem Hund und/oder dem Hundehalter machen kann, wird gebeten, sich unter der Telefonnummer 04154/707 30 zu melden.

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