Tonndorf

Berauschter Hehler in VW Bulli entlarvt sich selbst

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Hamburg: Ein Bulli-Fahrer geriet ins Visier der Polizei, weil der T5 überladen war und die Fahrweise des 23-Jährigen verdächtig war.

Hamburg: Ein Bulli-Fahrer geriet ins Visier der Polizei, weil der T5 überladen war und die Fahrweise des 23-Jährigen verdächtig war.

Foto: picture alliance / Frank May

Der 23-Jährige erregte wegen mehrerer Auffälligkeiten die Aufmerksamkeit der Fahnder. In Tonndorf stoppten sie den Mann.

Hamburg. Es hätte nur noch gefehlt, dass der 23-Jährige ein Schild mit der Aufschrift "Ich bin ein Hehler und habe gestohlene Fahrzeugteile geladen" an seinen VW Bulli befestigt, um noch auffälliger mit dem T5 durch Hamburg zu fahren. Aber auch so geriet das Fahrzeug ins Visier von Fahndern – und das gleich wegen mehrerer Auffälligkeiten.

Gegen 20.40 Uhr erregte der Fahrer des VW Bullis die Aufmerksamkeit der Beamten, "weil er in konspirativer Weise durch mehrere Straßenzüge fuhr", sagte Polizeisprecherin Evi Theodoridou am Dienstag. Das bedeutet, dass der T5 nicht geradewegs von A nach B fuhr, sondern sich in verdächtiger Weise fortbewegte. "Zudem schien das Fahrzeug deutlich überladen zu sein, sodass die Beamten den Fahrer in der Schimmelmannstraße anhielten und einer Kontrolle unterzogen", so Theodoridou.

Gestohlene Fahrzeugteile im überladenen VW Bulli

Dabei stellte sich heraus, dass der 23-Jährige nicht das erste Mal mit der Polizei Kontakt hatte. Er war bereits in der Vergangenheit mit Kfz-Delikten polizeilich in Erscheinung getreten. Dass der junge Mann in diesem Bereich immer noch tätig ist, zeigte ein Blick in den Laderaum: Dort fanden die Beamten diverse demontierte und zerlegte Fahrzeugteile. Theodoridou: "Darunter befanden sich beispielsweise ein Motorblock, Getriebe und Steuergeräte."

Demnach ergaben erste Ermittlungen, dass der Motorblock einem Fahrzeugdiebstahl vom 6. Januar in Berlin zugeordnet werden konnte. Der 23-Jährige wurde daraufhin vorläufig festgenommen, der T5 sichergestellt.

Hamburg: Bulli-Fahrer zeigte körperliche Auffälligkeiten

Hinters Steuer hätte sich der Bulli-Fahrer übrigens offenbar gar nicht setzen dürfen. "Da körperliche Auffälligkeiten den Verdacht begründeten, dass er den Kleinbus unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln gefahren war, wurde ihm eine Blutprobe entnommen", sagte Theodoridou.

Nach erkennungsdienstlicher Behandlung wurde der junge Mann mangels Haftgründen wieder entlassen. Die Ermittlungen, vor allem die Zuordnung der anderen Fahrzeugteile, dauern an.

( coe )

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