Baurs Park

Junge Leute greifen Polizisten in Blankenese an

Ein Polizeifahrzeug bei Nacht. Im Blankeneser Baurs Park lösten Beamte in der Nacht zu Sonnabend eine Versammlung auf.

Ein Polizeifahrzeug bei Nacht. Im Blankeneser Baurs Park lösten Beamte in der Nacht zu Sonnabend eine Versammlung auf.

Foto: picture alliance

Die Polizei wollte nächtliche Party im Baurs Park auflösen und wurde mit Böllern beworfen. Beamte reagierten mit Pfefferspray.

Hamburg. Mit Pfefferspray musste die Polizei in Blankenese gegen 25 junge Männer vorgehen, die sich in der Nacht zum Sonnabend im Baurs Park versammelt hatten. Im Verlauf des Polizeieinsatzes wurden Beamte mit illegaler Pyrotechnik beworfen.

Der Vorfall ereignete sich gegen 1.10 Uhr. Beim Eintreffen der Polizei, die mit Einsatzfahrzeugen aus ganz Hamburg anrückte, liefen einige Personen davon, heißt es in einer Mitteilung der Polizei. Den noch Anwesenden erteilten die Polizisten demnach aufgrund der aktuell bestehenden Kontaktbeschränkungen Platzverweise, denen die Personen aber nicht nachkamen. Stattdessen seien die Polizisten aus der Gruppe heraus bedrängt und mit Pyrotechnik beworfen worden, teilte die Polizei am Sonntag mit.

Die Beamten hätten daraufhin Pfefferspray gegen die offenbar betrunkenen und aggressiven jungen Männer eingesetzt. Sechs von ihnen, ein 18-Jähriger, zwei 19-Jährige, zwei 23-Jährige und ein 25-Jähriger, seien in Gewahrsam genommen worden. Sie stammen nach Abendblatt-Informationen nicht aus Blankenese, sondern aus weiter entfernten Stadtteilen wie Hausbruch oder Billstedt.

Ein 19-Jähriger erlitt Augenreizungen

Bei einem der 23-jährigen Tatverdächtigen fanden die Beamten im weiteren Verlauf Falschgeld und bei einem der 19-Jährigen einen in Deutschland nicht erlaubten Böller. Polizeibeamte wurden bei dem Einsatz nicht verletzt. Ein 19-Jähriger erlitt durch den Einsatz des Pfeffersprays Augenreizungen, lehnte eine Behandlung durch eine Rettungswagenbesatzung jedoch ab.

Die Männer wurden im Verlauf der Nacht sukzessive aus dem polizeilichen Gewahrsam entlassen. Gegen sie wurde ein Verfahren wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs eingeleitet. Die Ermittlungen des für Staatsschutzdelikte zuständigen LKA 7 dauern an.