Blaulicht

Zoll und Steuerfahnder durchsuchen Gebäude im Norden

In einem Verfahren gegen einen Lübecker Bauunternehmer wegen Verdachts auf Steuerhinterziehung und Schwarzarbeit haben Zoll und Steuerfahndung acht Gebäude in Schleswig-Holstein und Niedersachsen durchsucht.

In einem Verfahren gegen einen Lübecker Bauunternehmer wegen Verdachts auf Steuerhinterziehung und Schwarzarbeit haben Zoll und Steuerfahndung acht Gebäude in Schleswig-Holstein und Niedersachsen durchsucht.

Foto: Hauptzollamt Kiel

Verdacht der Steuerhinterziehung und Schwarzarbeit bei Bauunternehmer. Durchsuchungen auch in Pinneberg und im Kreis Harburg.

Lübeck/Kiel. In einem Verfahren gegen einen Lübecker Bauunternehmer wegen Verdachts auf Steuerhinterziehung und Schwarzarbeit haben Zoll und Steuerfahndung acht Gebäude in Schleswig-Holstein und Niedersachsen durchsucht. Wie das Hauptzollamt Kiel am Freitag mitteilte, waren Wohnungen und Geschäftsräume in Lübeck, Pinneberg und Seevetal (Landkreis Harburg/Niedersachsen) betroffen. Das Amtsgericht Lübeck habe die Durchsuchungsbeschlüsse und einen Vermögensarrest in Höhe von 1,2 Millionen Euro erlassen.

Bei den Durchsuchungen wurden Geschäftsunterlagen und Computer beschlagnahmt sowie Vermögenswerte im Umfang von 165 000 Euro gesichert. Beteiligt an der Aktion waren am Donnerstag Beamte der Hauptzollämter Kiel, Itzehoe, Hamburg und Hannover sowie Mitarbeiter der Steuerfahndung Schleswig-Holstein.

Zum einen bestehe der Verdacht des Vorenthaltens und Veruntreuens von Sozialversicherungsbeiträgen sowie der Steuerhinterziehung, hieß es. Zudem gebe es Anhaltspunkte dafür, dass ausländische Staatsbürger zum Teil mit gefälschten Dokumenten und ohne Aufenthaltstitel beschäftigt wurden. Außerdem sei es möglich, dass durch Manipulation von Arbeitszeitaufzeichnungen nicht der gesetzliche Mindestlohn gezahlt wurde. Die Ermittlungen der Finanzkontrolle Schwarzarbeit Lübeck im Auftrag der Staatsanwaltschaft dauern an.

( dpa )

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