Hamburg

Futterhaus, Schanze, Carports: Serien-Brandstifter gefasst?

Die Brandstiftung eines Hamburger Serientäters? Im Hinterhof eines Gebäudes an der Schanzenstraße auf St. Pauli war ein Container in Brand geraten. Die Flammen griffen auf die Fassade über.

Die Brandstiftung eines Hamburger Serientäters? Im Hinterhof eines Gebäudes an der Schanzenstraße auf St. Pauli war ein Container in Brand geraten. Die Flammen griffen auf die Fassade über.

Foto: Michael Arning

Mindestens 45 Brände soll ein jetzt verhafteter Mann (40) gelegt haben. Er ging offenbar immer nach demselben Muster vor.

Hamburg. Einer der mutmaßlich schlimmsten Brandstifter Hamburgs ist wohl dingfest gemacht: Die Polizei hat in der vergangenen Woche einen Mann verhaftet, dem 45 Taten seit dem Jahr 2018 zugeordnet und vorgeworfen werden. Der 40 Jahre alte vermeintliche Serientäter soll unter anderem in Schnelsen "aktiv" gewesen sein. Dort war im Juli dieses Jahres das "Futterhaus" abgebrannt. Und dort in der Nähe ist er auch zu Hause.

Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, würden dem Mann Brandstiftungen an Autos sowie das Anzünden von Mülltonnen vorgeworfen. Im Falle des "Futterhauses" hat es zum Großbrand in dem Gebäude geführt. Eine Passantin und zwei Polizeibeamte sind laut Behördenangaben im Juli durch die starke Rauchentwicklung verletzt worden.

Weitere Taten waren ähnlicher Natur, sodass auch in Lokstedt und an der Sternschanze nach Brandstiftungen Sorgen wegen einer unheimlichen Serie entstanden. Zunächst hieß es, das sei womöglich kein Serientäter. Bei einem Carport-Brand in Lokstedt hatte es sogar einen Stromausfall gegeben.

Brandstiftung in Hamburg: Mutmaßlicher Serientäter in U-Haft

Der Haftbefehl gegen den Mann wurde am vergangenen Mittwoch vollstreckt. Er kam in Untersuchungshaft. Die Wohnungsdurchsuchung, hieß es, habe keine Beweise erbracht. Allerdings seien unter dem Badezimmerfenster außen "diverse Bruchstücke von Grillanzündern" sichergestellt worden. Bei dem Verhafteten wird geprüft, ob er für weitere Brandstiftungen in Frage kommen könnte.