Hauptbahnhof

Sexuelle Beleidigung und Todesdrohung gegen Polizisten

Hamburger Bundespolizisten wurden bei einem Einsatz am Hauptbahnhof mit dem Tode bedroht und beleidigt (Symbolbild).

Hamburger Bundespolizisten wurden bei einem Einsatz am Hauptbahnhof mit dem Tode bedroht und beleidigt (Symbolbild).

Foto: picture alliance / R. Goldmann

Am Hamburger Hauptbahnhof konnten Beamte einen 19-Jährigen nicht beruhigen. Sechs Ermittlungsverfahren eingeleitet.

Hamburg. Auf dem Weg zu einem Einsatz am Hamburger Hauptbahnhof wurden mehrere Beamte der Bundespolizei am Donnerstag gegen 17.45 Uhr von einem 19-Jährigen beleidigt und bedroht. Später fanden die Polizisten bei dem Mann auch Betäubungsmittel.

Bundespolizisten am Hauptbahnhof beleidigt und bedroht

Die Bundespolizisten waren gerade auf dem Weg zum S-Bahnsteig, als ihnen der Mann im Treppenbereich plötzlich Beleidigungen wie das Wort "Hurensöhne" zurief. "Da der Einsatzanlass auf dem Bahnsteig hinfällig geworden war, liefen die Bundespolizisten zurück und hielten Ausschau nach dem Mann, der sie beleidigt hatte", sagte Thomas Hippler, Sprecher der Bundespolizei.

Als sie ihn auf dem Bahnsteig erneut antrafen, weigerte sich der 19-Jährige, sich im Rahmen des Ermittlungsverfahrens wegen Beleidigung auszuweisen. Er wurde stattdessen immer aggressiver und versuchte, seinen Rucksack auf die Beamten zu werfen. Er verfehlte sie aber.

19-Jähriger bedrohte die Beamten mit dem Tode

"Da sich der 19-Jährige nicht beruhigen ließ, wurden ihm Handfesseln angelegt", sagte Hippler. Trotzdem trat er weiterhin nach den Beamten, beleidigte sie und sprach Todesdrohungen aus. Er wurde ins Bundespolizeirevier am Hauptbahnhof gebracht.

Auf der Suche nach Ausweispapieren fanden die Beamten anschließend ein Tütchen mit rauschgiftähnlicher Substanz. Da der Mann sich weiterhin nicht beruhigen wollte, wurde er vor Ort in eine Gewahrsamzelle gesperrt.

Sechs Ermittlungsverfahren eingeleitet

Einige Stunden später konnte der 19-Jährige laut Hippler schließlich erkennungsdienstlich behandelt werden. Zuvor hatte er eine Beamtin in einem sexuellen Zusammenhang beleidigt.

Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,6 Promille. Insgesamt wurden sechs Ermittlungsverfahren wie etwa wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Bedrohung, Beleidigung und Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz, gegen den Mann eingeleitet. Um 22.30 wurde der 19-Jährige wieder auf freien Fuß gesetzt.