Hamburg

Nachbarschaftsstreit in Neugraben löst SEK-Einsatz aus

Beamte des Hamburger SEK im Einsatz (Archivbild).

Beamte des Hamburger SEK im Einsatz (Archivbild).

Foto: Michael Arning

Alarmierte Spezialkräfte fanden statt eines Bewaffneten einen verängstigten Jungen – der Verdächtige tauchte erst später wieder auf.

Hamburg. Ein eskalierter Nachbarschaftsstreit in Neugraben hat am Donnerstag einen größeren Polizeieinsatz ausgelöst: Die Beamten wurden gegen 19.15 Uhr zunächst alarmiert, weil eine Frau angab, von einem Mann mit einer Schusswaffe bedroht worden zu sein. Der Mann wurde in seiner Wohnung an der Straße Quellmoor vermutet. Weil er als bewaffnet galt, verschaffte sich das Spezialeinsatzkommando Zutritt zu den Räumen.

Dort wurde der Tatverdächtige nicht angetroffen, nur ein 13 Jahre alter Junge, der Sohn des Gesuchten. Bevor das zuständige LKA 18 den Aufenthaltsort des Mannes ausfindig machen konnte, wurde er schon vom Ehemann der bedrohten Frau gefunden. Der hatte Verstärkung mitgebracht. Laut Polizeisprecher gingen sie auf den Tatverdächtigen los. Die Folge: Eine gebrochene Nase und ein blaues Auge. Er musste im Krankenhaus behandelt werden.

Die Polizei ermittelt nun zu den Hintergründen des Streits. Bei der Waffe soll es sich um eine Gaspistole gehandelt haben.