Bergedorf

Polizei klingelt an der Tür – und findet Cannabis-Plantage

Eine professionelle Cannabisplantage in einer Wohnung (Archivbild).

Eine professionelle Cannabisplantage in einer Wohnung (Archivbild).

Foto: Polizei Ludwigsburg

Die Beamten kamen wegen einer nicht bezahlten Verkehrsordnungswidrigkeit über 35 Euro. Dabei ging ihnen noch ein "Beifang" ins Netz.

Hamburg. Kriminelle sind gut beraten, ihre Machenschaften vor der Öffentlichkeit und der Polizei zu verbergen. Denn manchmal rächt sich schon ein schnöder Regelverstoß im Straßenverkehr auf denkbar unerwartete Weise, wie ein 42 Jahre alter Mann jetzt feststellen musste. Am Dienstagnachmittag klingelten Polizisten an der Bergedorfer Wohnanschrift des Mannes. Eigentlich waren die Beamten angerückt, um einen Haftbefehl wegen einer nicht bezahlten Verkehrsordnungswidrigkeit über 35 Euro gegen den Mann zu vollstrecken. Quasi als Beifang hoben sie aber zusätzlich eine professionelle Marihuana-Zuchtplantage aus.

Auch drei Behälter mit halluzinogenen Pilzen und Marihuanasamen sichergestellt

Als der Mann gegen 16 Uhr die Tür öffnete, stieg den Beamten ein starker Marihuana-Geruch in die Nase. Sie betraten die Wohnung, stießen auf fast 150 Marihuanapflanzen und eine Menge professionelles Equipment. „Neben den Pflanzen und dem Material stellten die Beamten außerdem drei Behälter mit halluzinogenen Pilzen und Marihuanasamen sicher“, sagte Polizeisprecherin Evi Theodoridou. Außerdem trafen die Polizisten in der Wohnung auf einen 54 Jahre alten Bekannten des 42-Jährigen. Beide Männer stünden in Verdacht, die Plantage gemeinsam betrieben zu haben, so die Sprecherin weiter.

Weil der 42-Jährige am Dienstag die Geldstrafe in Höhe von 35 Euro nicht zahlen konnte, vollstreckten die Polizisten den Haftbefehl, nahmen ihn mit – und lieferten ihn nach erkennungsdienstlicher Behandlung im Untersuchungsgefängnis am Holstenglacis ab.