Niedersachsen

Betrunkener pöbelt im IC und beißt Polizisten in den Arm

Ein Randalierer hat im IC von Hamburg nach Frankfurt erst gepöbelt und dann einem Bundespolizisten in den Arm gebissen.

Ein Randalierer hat im IC von Hamburg nach Frankfurt erst gepöbelt und dann einem Bundespolizisten in den Arm gebissen.

Foto: picture alliance

Der 37-Jährige verweigert Mund-Nasen-Bedeckung und beißt zu. In einem anderen Fall liegen zwei Seniorinnen besoffen im Gang.

Göttingen. Ein aggressiver Betrunkener hat am Mittwoch einen Polizeieinsatz der Bundespolizei im Intercity Express in Göttingen ausgelöst. Der 37-Jährige pöbelte Reisende an und weigerte sich, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Der Zug war auf der Fahrt von Hamburg nach Frankfurt.

Der Mann ließ sich auch von den Beamten nicht beruhigen und verhielt sich laut Polizei sehr aggressiv. Schließlich musste der Randalierer mit Zwang aus dem Zug geholt werden. Dabei verbiss er sich in den Oberarm eines Beamten (50). Sowohl das Oberhemd als auch das T-Shirt darunter wurden durchtrennt. Der Beamte musste nach dem Einsatz mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gefahren werden und ist dienstunfähig.

Weiterer Fall im IC: Seniorinnen liegen besoffen im Gang

Der 37-Jährige hatte einen Atemalkoholwert von 2,19 Promille. Eine zwangsweise Blutentnahme wurde angeordnet und ein Ermittlungsverfahren wegen Widerstands eingeleitet. Der Mann ist wegen zahlreicher Gewaltdelikte polizeibekannt.

In einem anderen Fall mussten die Bundespolizisten am Hauptbahnhof von Hannover zwei vollkommen betrunkene Seniorinnen aus einem ICE holen. Die beiden Frauen im Alter von 72 und 75 Jahren hätten im Gang eines Waggons gelegen und nicht mehr aus eigener Kraft aufstehen können, teilten die Beamten am Mittwoch mit. Alkoholtests ergab bei den Damen aus Nordrhein-Westfalen extreme Werte von 4,21 und 3,02 Promille.

„Beide Damen waren völlig derangiert und nicht mehr in der Lage, selbständig zu gehen“, berichteten die Beamten in Hannover. Eine Einlieferung in ein Krankenhaus lehnten sie trotzdem ab. Stattdessen wollten sie lieber nach Hause fahren. Daraufhin entschieden die Bundespolizisten, die Seniorinnen zu deren eigener Sicherheit in einen sogenannten Schutzgewahrsam zu nehmen. Sie mussten die Nacht zwecks Ausnüchterung jeweils in einer Zelle verbringen. Nach sechs Stunden konnten sie dann gehen.