Hamburg

Nach Hitlergruß: Uneinsichtiger Betrunkener kommt in Zelle

Ein Hamburger zeigte sich am Sonntag gegenüber der Bundespolizei uneinsichtig und provozierte mit dem Hitlergruß.

Ein Hamburger zeigte sich am Sonntag gegenüber der Bundespolizei uneinsichtig und provozierte mit dem Hitlergruß.

Foto: picture alliance / R. Goldmann

Bundespolizei fiel der Hamburger im Bahnhof Altona mehrfach auf. Er bepöbelte Reisende und rief "Heil Hitler".

Hamburg. Am Sonntagabend ist der Bundespolizei am Bahnhof Altona ein 56-jähriger Hamburger mehrfach aufgefallen, weil er Reisende bepöbelte und den Hitlergruß zeigte. Da er einem Platzverweis nicht nachkam und Beamte beleidigte, musste der stark betrunkene Mann die Nacht in einer Gewahrsamzelle verbringen.

Hamburger bepöbelte Reisende am Bahnhof Altona

Zunächst wurden die Beamten bei ihrer Streife gegen 19.30 Uhr auf den Mann aufmerksam: Lautstark bedrängte er Reisende und zeigte sich diesbezüglich im Gespräch mit der Bundespolizei uneinsichtigt. Diese erteilte ihm daraufhin einen Platzverweis für den Bahnhof Altona, dem er auch zunächst nachkam.

Gegen 20.30 Uhr trafen die Bundespolizisten den Mann jedoch erneut im Bahnhof an. Sie wiesen den 56-Jährigen auf den bestehenden Platzverweis hin, drohten ihm außerdem mit Ingewahrsamnahme und schoben ihn aus dem Bahnhof.

Betrunkener hob rechtem Arm und rief "Heil Hitler"

Noch in Sichtweite der Beamten dreht sich der Mann jedoch wieder um und lief zurück in den Bahnhof. Dort bepöbelte er erneut Reisende und hob, als sich die Bundespolizisten ihm wieder näherten, den rechten Arm und rief lautstark "Heil Hitler". Anschließend wollte er wegrennen.

Die Beamten nahmen den Mann daraufhin in Gewahrsam. Dabei setzte er sich zur Wehr und beleidigte die Bundespolizisten. In Handfesseln wurde er schließlich ins Revier Altona gebracht. Ein Atemalkoholtest vor Ort ergab einen Wert von knapp 2,8 Promille. Die Nacht verbrachte er in der Gewahrsamzelle.

Strafverfahren wegen Hitlergruß, Widerstand und Beleidigung

Da sich der Mann über Nacht wieder beruhigt hatte, konnte er freigelassen werden. Gegen ihn wurde nun ein Strafverfahren wegen der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, dem Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte sowie Beleidigung eingeleitet.