Hamburg

Polizei fasst mutmaßlichen Feuerteufel von Lokstedt

Mitte Juli schlugen im Schanzenviertel Flammen aus einem Müllcontainer und setzten ein Wohnhaus in Brand – die Feuerwehr konnte damals 26 Bewohner retten. Ob der Feuerteufel von Lokstedt dafür verantwortlich ist, ist unklar (Archivbild).

Mitte Juli schlugen im Schanzenviertel Flammen aus einem Müllcontainer und setzten ein Wohnhaus in Brand – die Feuerwehr konnte damals 26 Bewohner retten. Ob der Feuerteufel von Lokstedt dafür verantwortlich ist, ist unklar (Archivbild).

Foto: Michael Arning

Zivilfahnder beobachten einen auffälligen 41-Jährigen an einem Müllcontainer. Kurz darauf fängt der Behälter Feuer – Festnahme.

Hamburg. In Lokstedt und Umgebung standen in den vergangen Monaten immer wieder Müllcontainer in Flammen. Einige Male sprang das Feuer auch auf Holzverschläge, Autos oder Fassaden über. Auch am Mittwochabend brannten Müllcontainer – dieses Mal in der Stellinger Chaussee und im Hagendeel.

Doch der Polizei Hamburg gelang es, den mutmaßlichen Brandstifter zu fassen, der zahlreiche Container in der Gegend angezündet haben soll. Ob er tatsächlich der Feuerteufel von Lokstedt ist, wird nun geprüft.

Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei brannten am Mittwochabend um kurz nach 22 Uhr zwei Müllcontainer in der Stellinger Chaussee. Die Feuerwehr konnte die Flammen schnell löschen, Hinweise auf einen Tatverdächtigen gab es nicht.

Lokstedt: Zivilfahnder fassen Brandstifter im Keller

Gut eine Stunde später, gegen 23.25 Uhr fiel Zivilfahndern in der Straße Hagendeel ein Radfahrer auf, der sich zunächst an einem Müllcontainer aufhielt und sich dann "zügig entfernte", wie Polizeisprecher Daniel Ritterskamp am Donnerstag sagte. "Wenig später fing dieser Container Feuer, das schnell durch den Fahnder und die alarmierte Feuerwehr gelöscht werden konnte."

Der Radfahrer flüchtete nach Hause. Doch die Beamten verfolgten den Mann bis zur Grelckstraße und nahmen ihn dort im Keller eines Mehrfamilienhauses vorläufig fest.

Bei dem mutmaßlichen Serienbrandstifter handelt es sich um einen 41-Jährigen. Da keine Haftgründe vorlagen, wurde der Mann nach Abschluss der kriminalpolizeilichen Maßnahmen und der erkennungsdienstlichen Behandlung wieder entlassen.

Brennende Müllbehälter in Lokstedt und auf der Schanze

"Die Ermittlungen dauern an", sagte Ritterskamp. Die Brandermittler des Landeskriminalamts prüfen demnach, ob der Mann sowohl für die Tat in der Stellinger Chaussee als auch für weitere Taten infrage kommt.

Anfang Juli hatte an der Straße Rütersbarg in Lokstedt ein Müllbehälter gebrannt. Das Feuer war vor Eintreffen des Löschzugs auf einen angrenzenden Carport und ein Auto übergesprungen. Als die Einsatzkräfte vor Ort ankamen, brannten bereits Teile der Fassade am dazugehörigen Gebäude.

Wenige Tage später schlugen im Schanzenviertel Flammen aus einem Müllcontainer und setzten ein Wohnhaus in Brand – die Feuerwehr konnte damals 26 Bewohner zum Teil mit Brandhauben retten.