Mecklenburg-Vorpommern

Zwei Seeadler verenden bei Kollision mit Bahn-Triebwagen

Einer der beiden toten Seeadler überlebte zunächst den Zusammenstoß mit dem Zug.

Einer der beiden toten Seeadler überlebte zunächst den Zusammenstoß mit dem Zug.

Foto: Bundespolizei Stralsund

Zunächst bestand Hoffnung, dass zumindest einer der beiden Seeadler gerettet werden könnte. Doch dann folgte die Ernüchterung.

Oertzenhof. Auf der Bahnstrecke Pasewalk-Neubrandenburg sind am Mittwoch zwei Seeadler beim Zusammenstoß mit einem Zug verendet. Wie Adlerbetreuer Andreas Hofmann vom Naturschutzbund Deutschland (Nabu) sagte, war einer der Vögel sofort tot, der zweite Adler wurde so schwer verletzt, dass er kurz danach eingeschläfert wurde.

In Mecklenburg-Vorpommern leben Dutzende Seeadler. Unfälle mit Zügen gehören zu den häufigsten Todesursachen.

Tote Seeadler: Ein Brutpaar aus dem Norden

Vermutlich handele es sich bei den Tieren um ein Brutpaar aus der Nähe. Der Triebfahrzeugführer habe den Aufprall kaum bemerkt und erst nachgesehen, als er wenige Minuten später den Zug in Neubrandenburg eingefahren habe.

Der zweite Seeadler hatte sich mit einem gebrochenen Flügel im Pufferbereich verfangen, weshalb die Bundespolizei Stralsund zunächst gehofft hatte, das Tier retten zu können. Doch es folgte die schnelle Ernüchterung. „Mit dem zertrümmerten Flügel und einem gebrochenen Fuß blieb nichts anderes übrig, als das etwa sechs Jahre alte Seeadlermännchen einzuschläfern“, sagte Hofmann.

Für den betroffenen Triebwagen musste in Neubrandenburg ein Ersatzzug gestellt werden.