Razzia in Hamburg

Polizei nimmt dummen Dealer ein zweites Mal ins Visier

Die Polizei Hamburg stellte in einem Haus in Eidelstedt  Marihuana-Pflanzen sicher (Symbolbild).

Die Polizei Hamburg stellte in einem Haus in Eidelstedt Marihuana-Pflanzen sicher (Symbolbild).

Foto: Michael Arning

Erst vor Kurzem hatten Beamte das Auto des 25-Jährigen durchsucht. Nun statteten die Beamten dem Mann zu Hause einen Besuch ab.

Hamburg. In Eidelstedt hatte die Polizei Hamburg am Dienstag gleich bei zwei Razzien Erfolg: Die Ermittler des Drogendezernats entdeckten nicht nur eine Marihuanaplantage auf einem Dachboden, sondern auch jede Menge anderer Drogen – unter anderem bei einem 25-Jährigen, dessen Auto die Beamten bereits im Mai erfolgreich nach Betäubungsmitteln durchsucht hatten. Doch das hielt den Mann nicht davon ab, in seiner Wohnung Drogen zu horten.

Um 6 Uhr schlugen die Ermittler an der Straße Wildacker zu, wo sie den Durchsuchungsbeschluss vollstreckten. Bereits im Mai hatten Beamte beobachtet, wie der 25-Jähriger in Altona offenbar in seinem Auto Drogengeschäfte abwickelte. "Seinerzeit hatten die Fahnder zwei Verdächtige nach einem Kontakt zu dem 25-Jährigen überprüft und bei beiden geringe Mengen Kokain aufgefunden", sagte Polizeisprecherin Nina Kaluza am Mittwoch.

Auch zweite Drogen-Razzia in Eidelstedt ein Erfolg

Als die Polizisten damals den VW Golf des mutmaßlichen Dealers durchsuchten, fanden sie mehrere sogenannte Kokaintränen, 1865 Euro mutmaßliches Dealgeld und einen Teleskopschlagstock. Bei der Durchsuchung der Wohnung des 25-Jährigen am Dienstag stellten die Beamten nun 270 Gramm verkaufsfertig verpacktes Kokain, 60 Euro mutmaßliches Dealgeld und szenetypische Verpackungsmaterialien. Kaluza: "Auch mehrere Datenträger stellten die Beamten sicher."

Knapp drei Stunden später statteten die Ermittler einem 41 Jahre alten Mann und seiner 54-jährigen Lebensgefährtin im Niekampsweg in Eidelstedt einen Besuch ab. Dieser wurde wegen vorangegangener Ermittlungen verdächtigt, in seinem Wohnhaus mit seiner Freundin eine Marihuanaplantage zu betreiben und in nicht geringen Mengen mit der Droge zu handeln.

Polizei entdeckt Marihuanaplantage auf dem Dachboden

Bei der Durchsuchung des Einfamilienhaus bestätigte sich dieser Verdacht. Die Ermittler des Drogendezernats fanden circa 5,6 Kilogramm verkaufsfertiges Marihuana, etwa 20 Ecstasy-Tabletten, Amphetamin und mutmaßliches Dealgeld in Höhe von rund 1400 Euro. Eine besondere Entdeckung machten die Beamten auf dem Dachboden.

Dort stießen sie auf eine Marihuanaplantage "sowie auf zum Trocknen ausgelegte Dolden der Pflanzen", sagte Polizeisprecherin Kaluza. "Die Ermittler beschlagnahmten sämtliche Beweismittel."

Alle drei Verdächtigen blieben mangels Haftgründen auf freiem Fuß. Die Ermittlungen des Rauschgiftdezernats dauern in beiden Fällen noch an.