Sülldorf

Streit eskaliert: Autofahrer fährt Nachbar absichtlich an

Nachbarschaftsstreit in Hamburg-Sülldorf: Ein 54-Jähriger fuhr seinen Kontrahenten, der sich auf dem Gehweg befand, offenbar absichtlich an (Symbolbild).

Nachbarschaftsstreit in Hamburg-Sülldorf: Ein 54-Jähriger fuhr seinen Kontrahenten, der sich auf dem Gehweg befand, offenbar absichtlich an (Symbolbild).

Foto: Michael Arning

Die Männer haben offenbar seit Längerem Zoff. Das 48-jährige Opfer wurde schwer verletzt, die Mordkommission ermittelt.

Hamburg. Immer wieder nehmen Nachbarschaftskonflikte ein dramatisches Ende. So wie nun in Hamburg-Sülldorf, wo ein 54-Jähriger am Dienstagmorgen nach einem Streit mit einem Nachbarn rotsah und seinen Kontrahenten offenbar absichtlich mit dem Auto auf dem Gehweg anfuhr. Das 48-jährige Opfer wurde schwer verletzt, die Mordkommission hat die Ermittlungen übernommen.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei haben der 54-Jährige und der 48-Jährige, die sich aus der Nachbarschaft kennen, bereits seit längerer Zeit Zoff. "Nachdem die beiden Männer sich heute Morgen zufällig auf der Straße begegnet waren, gerieten sie in eine verbale Auseinandersetzung, die der Ältere damit beendete, dass er seinen Kontrahenten schlug und anschließend mit seinem Skoda Fabia davonfuhr", sagte Polizeisprecherin Nina Kaluza.

Mann will auf schwer verletzten Nachbarn losgehen

Doch der 54-Jährige kehrte kurz darauf mit seinem Wagen zurück und fuhr seinen Kontrahenten, der sich auf dem Gehweg befand, offenbar absichtlich an. "Der Geschädigte wurde zwischen dem Skoda und einem Metallzaun eingeklemmt und erlitt hierbei eine schwere Beinverletzung", so Kaluza. Das betreffende Zaunfeld am Sülldorfer Mühlenweg sei sogar aus seiner Verankerung gedrückt worden.

Nachdem er den 48-Jährigen mit seinem Wagen gerammt hatte, parkte er sein Auto und wollte erneut auf seinen nun schwer verletzten Gegner losgehen. Doch zwei Zeugen hielten ihn davon ab und bis zum Eintreffen der alarmierten Polizei fest. Das ließ sich der aufgebrachte 54-Jährige nicht einfach so gefallen. Beide Zeugen wurden durch Schläge des Mannes ebenfalls leicht verletzt, sagte Kaluza.

Die Beamten nahmen den 54-Jährigen schließlich vorläufig fest, der 48-Jährige kam mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus. Laut Polizei schwebt er nicht in Lebensgefahr. Ermittler des Verkehrsunfalldienstes Innenstadt/West sowie ein Gutachter der Dekra wurden für die Tatortbefundaufnahme eingesetzt. Die Ermittlungen der Mordkommission dauern an.