A7

Döner-Transporter gestoppt: Fleischspieße zu warm gelagert

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Auf der A7 war der Polizei ein Döner-Transporter aufgefallen. Nach der Kontrolle ordnete ein Veterinär die Vernichtung der Dönerspieße an (Symbolbild).

Auf der A7 war der Polizei ein Döner-Transporter aufgefallen. Nach der Kontrolle ordnete ein Veterinär die Vernichtung der Dönerspieße an (Symbolbild).

Foto: picture alliance / Johannes Schmitt-Tegge/dpa

Der Kühltransporter war der Polizei auf der A7 aufgefallen. Ein Veterinär ordnete die Vernichtung von 1220 Kilo Dönerspieße an.

Büdelsdorf. Beamte des Polizeibezirksdienstes Rendsburg haben am Dienstag einen Hamburger Döner-Transporter auf der A7 kontrolliert. Da die Kühltemperatur nicht niedrig genug war, wurde die Vernichtung der Fleischspieße angeordnet. Zudem stellte die Polizei fest, dass der Transporter viel zu schwer beladen war.

Gegen 13.25 Uhr fiel den Beamten ein kleiner Kühltransporter auf, der in Höhe Owschlag auf der A7 in Richtung Süden unterwegs war. "Da in der Vergangenheit Kühltransporter dieses Typs negativ aufgefallen waren, weil sie Dönerfleisch nicht mit den vorschriftmäßigen Temperaturen transportierten, kontrollierten die Beamten das Fahrzeug auf dem Pendlerparkplatz Büdelsdorf nahe der A7", sagte Sönke Petersen, Sprecher der Polizeidirektion Neumünster.

Veterinär ordnet Vernichtung des Dönerspieße an

Und die Polizisten hatten den richtigen Riecher. Bei der Kontrolle entdeckten sie, dass die eingestellte Kühltemperatur des Klimagerätes bei -13 Grad lag. Doch es ist vorgeschrieben Dönerspieße bei -18 Grad Kerntemperatur zu transportieren. Ein Kontrolleur des Veterinäramtes wurde hinzugezogen. Dieser stellte fest, dass die Kerntemperatur der Spieße zwischen -13 und -16,5 Grad lag.

Da ein erneutes Herunterkühlen von Hackfleischerzeugnissen laut Hackfleischverordnung nicht erlaubt ist, ordnete der Veterinär die Vernichtung der Fleischspieße an. "Zusammen mit dem Veterinär begleiteten die Beamten den Kühltransporter zur nächsten Tierkörperbeseitigungsanlage", sagte Petersen.

1220 Kilo Dönerspieße vernichtet – es drohen Bußgelder

Nicht nur mit der Kühlung, auch mit der Menge hatte es das Hamburger Döner-Unternehmen offensichtlich nicht so genau genommen. Denn bei der Kontrolle kam auch heraus, dass der Fleischspieß-Transporter um 420 Kilo überladen war. Die Ladungspapiere hatten nach Angaben der Polizei zuvor suggeriert, dass keine Überladung vorliegen würde.

Insgesamt mussten 1220 Kilo Dönerspieße vernichtet werden. "Dem Hamburger Unternehmer drohen empfindliche Bußgelder", so Petersen. Und auch der 43-jährige Fahrer des Transporters kommt nicht ungeschoren davon: Ihn erwarten zwei Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen der Überladung und eines Verstoßes gegen das Fahrpersonalrecht.

( coe )

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