Hamburg

Kiosk-Einbrecher und Bruder attackieren Polizeibeamte

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Gewalt gegen Polizeibeamte im Neugraben-Fischbek: Auch der Bruder des Kioskeinbrechers wurde vorläufig festgenommen, nachdem er Beamte angegriffen hatte (Symbolbild).

Gewalt gegen Polizeibeamte im Neugraben-Fischbek: Auch der Bruder des Kioskeinbrechers wurde vorläufig festgenommen, nachdem er Beamte angegriffen hatte (Symbolbild).

Foto: Michael Arning

Als der 33-Jährige seinen festgenommenen Bruder erblickte, verlor er die Kontrolle. Drei Polizeibeamte wurden leicht verletzt.

Hamburg. Ein 33 Jahre alter Mann sah rot, nachdem die Polizei Hamburg seinen zwei Jahre älteren Bruder nach einem Einbruch in einen Kiosk in Neugraben-Fischbek festgenommen hatte: Als er seinen Bruder und die Polizisten kurz nach der Festnahme in der Straße Neckersstücken erblickte, griff er die Beamten völlig unvermittelt an. Auch der 35-Jährige zeigte sich daraufhin sehr aggressiv. "Durch die Widerstandshandlungen wurden drei Polizeibeamte leicht verletzt, konnten ihren Dienst jedoch weiter versehen", sagte Polizeisprecherin Nina Kaluza am Freitag.

Nach den bisherigen Erkenntnissen brach der 35-Jährige am Donnerstagmorgen gegen kurz nach 5 Uhr die Scheibe der Eingangstür eines Kiosks im Ohrnsweg heraus, um in den Laden zu gelangen. Doch seine Tat blieb nicht unbeobachtet. "Ein aufmerksamer Zeuge informierte die Polizei, während er den Tatverdächtigen, der mit einem Rucksack und einem Müllsack mit Zigaretten und Spirituosen den Kiosk verlassen hatte, verfolgte", sagte Kaluza.

Kiosk-Einbrecher festgenommen – Bruder verliert Kontrolle

Als der Mann die Polizeibeamten jedoch bemerkte, ließ er das Diebesgut fallen und flüchtete zu Fuß zu seiner Wohnung in der Straße Neckersstücken. Dort schloss er sich in einem Kellerverschlag ein. Mit Hilfe eines Diensthundes, der durch eine schmale Öffnung in den Kellerraum gelangte, konnte der mutmaßliche Einbrecher gestellt werden. Kaluza: "Der Verdächtige wurde hierbei leicht verletzt."

Die Einsatzkräfte öffneten den Kellerverschlag und warteten anschließend mit dem Festgenommenen auf einen angeforderten Rettungswagen. Doch als der Bruder des Kiosk-Einbrechers auf die Szenerie traf, verlor dieser die Kontrolle: Völlig unvermittelt attackierte er die Polizisten.

Brüder leisten erheblichen Widerstand und verletzten Polizisten

Die Beamten nahmen daraufhin auch den 33-Jährigen fest. Auch das gefiel dem Mann nicht – er leistete nach Polizeiangaben "erheblichen Widerstand". Der Kiosk-Einbrecher übernahm die Verhaltensweise seines Bruders und zeigte sich nun auch aggressiv gegenüber den Beamten, von denen drei leicht verletzt wurden.

Der 35-Jährige kam schließlich mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus. "Das auf dem Fluchtweg zurückgelassene Diebesgut wurde sichergestellt und bereits wieder an den Kioskbetreiber ausgehändigt", sagte Kaluza. Fündig wurden die Beamten auch in dem Kellerverschlag – dort entdeckten sie eine geringe Menge Marihuana und Kleinkalibermunition.

Da keine Haftgründe vorlagen, kamen die Brüder nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß. Die Ermittlungen dauern an.

( coe )

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