Kreis Stormarn

Unfall vor Reinbeker Klinik: Autofahrer hatte 2,5 Promille

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Nach einem Unfall in Reinbek musste die Feuerwehr am Sonnabend unter anderem Buttersäure aus einem Auto entfernen (Symbolbild).

Nach einem Unfall in Reinbek musste die Feuerwehr am Sonnabend unter anderem Buttersäure aus einem Auto entfernen (Symbolbild).

Foto: dpa picture alliance/rtn - radio tele nord

Nissan-Fahrer krachte in geparktes Auto und kippte um. Dabei gingen Flaschen mit Chemikalien zu Bruch. Deswegen hatte er sie im Auto.

Reinbek. Ein völlig betrunkener Autofahrer hat vor dem Krankenhaus in Reinbek die Kontrolle über seinen Nissan verloren und einen schweren Verkehrsunfall verursacht. Weil der Mann mehrere Flaschen mit Chemikalien im Auto hatte, von denen zwei zerbrachen, zog sich der Einsatz für Feuerwehr und Rettungskräfte bis in den frühen Sonntagmorgen. Laut einem Sprecher der Polizei war Buttersäure ausgelaufen.

Autofahrer wird in seinem Fahrzeug eingeklemmt

Was war passiert? Ein 62 Jahre alter Autofahrer fuhr am Sonnabend gegen 22.25 Uhr mit seinem Nissan Qashqai auf der Hamburger Straße in Richtung Stadtmitte. Auf Höhe des Krankenhauses rammte er einen Mazda, der auf dem dortigen Parkstreifen abgestellt war. Durch die Wucht des Aufpralls kippte der Nissan auf die Fahrerseite. "Um den Fahrer aus dem Fahrzeug zu retten, musste die Feuerwehr das Dach des SUV aufschneiden", sagt ein Polizeisprecher. Dabei fiel den Einsatzkräften ein beißender Geruch auf.

Eventuell benötigt der Mann die Substanzen für seine berufliche Tätigkeit

Die Quelle war schnell ausgemacht. Im Auto lagen elf Flaschen, die mit Chemikalien gefüllt waren. Zwei Behälter zerbrachen bei dem Unfall. Neben Buttersäure befand ich auch Silbernitrat in den Flaschen. Laut Polizei sei es weder zu Umwelt- noch Personenschäden wegen der ausgelaufenen Chemikalien gekommen. Nach ersten Erkenntnissen der Polizei arbeitet der 62-Jährige beruflich mit den gefährlichen Stoffen.

Neben dem beißenden Geruch der Chemikalien stellte die Polizei bei dem Mann auch Atemalkohol fest. Ein freiwilliger Test ergab einen Wert von 2,5 Promille. Der Nissan-Fahrer blieb unverletzt. Er muss jetzt mit Strafverfahren wegen des Verdachts der Straßenverkehrsgefährdung rechnen. Die Polizei stellte zudem seinen Führerschein sicher. Den Schaden an den Autos schätzten die Beamten auf rund 45.000 Euro.

( jjd/dob )

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