Hamburg

Hochgiftige Chemikalien Grund für Großeinsatz in Billbrook

In Spezialanzügen konnten die Feuerwehrleute die Lagerhalle in Billbrook betreten (Symbolfoto)

In Spezialanzügen konnten die Feuerwehrleute die Lagerhalle in Billbrook betreten (Symbolfoto)

Foto: imago images / 7aktuell

Der Brand in der Müllverwertungsanlage war noch vor Eintreffen der Feuerwehr gelöscht. Doch es bestand sehr hohe Gesundheitsgefahr.

Hamburg. Ein Feuer in einer Halle der Müllverwertungsanlage Borsigstraße (MVB) in Billbrook hat am Montagnachmittag für einen Großeinsatz der Feuerwehr gesorgt. Laut Feuerwehrsprecher Dennis Diekmann löste gegen 16.20 Uhr die Brandmeldeanlage in der Lagerhalle aus. In dem etwa 225 Quadratmeter großen Gebäude lagerten unter anderem hochgiftige Chemikalien in Fässern und Containern.

Deswegen wird im Brandfall die Halle auch automatisch verschlossen und mit Löschschaum regelrecht geflutet. "Als wir am Einsatzort ankamen, war das Feuer bereits gelöscht und die Halle bis zur Decke voll mit Schaum", sagt Diekmann. Dennoch war der Einsatz für die Helfer damit nicht beendet. Feuerwehrleute erkundeten in Spezialanzügen die Lagerhalle und stellten fest, dass sechs Fässer bei dem Feuer beschädigt wurden.

Feuerwehr spricht von sehr hoher Gesundheitsgefahr

Weil sich in den Behältern jeweils 30 Kilogramm Lösungsmittel befand, dessen Dämpfe hochgiftig sind, mussten die Helfer die Flüssigkeiten umfüllen. Laut Diekmann bestand wegen der Dämpfe eine sehr hohe Gesundheitsgefahr. Alle Mitarbeiter und Feuerwehrleute blieben laut dem Sprecher unverletzt.

Für den Einsatz, der mehrere Stunden dauerte, waren 45 Feuerwehrleute, darunter Spezialisten der Technik- und Umweltschutzwache sowie Dekontaminationseinheiten der freiwilligen Feuerwehr, vor Ort. Wie es zu dem Brand gekommen ist, sei noch unklar. Die Polizei ermittelt.