Verkehrskontrolle in Hamburg

43-Jähriger führt gefälschte Papiere und Waffen mit sich

Während einer Verkehrskontrolle winkt ein Polizist ein Fahrzeug heraus.

Während einer Verkehrskontrolle winkt ein Polizist ein Fahrzeug heraus.

Foto: Bernd Wüstneck/dpa

Polizei kontrollierte im gesamten Stadtgebiet und erwischte Fahrer nicht nur beim Überfahren roter Ampeln.

Hamburg. Ein 43-Jähriger wies sich während einer Verkehrskontrolle am Mittwoch mit einem gefälschten griechischen Ausweis und einem ebenfalls gefälschten Führerschein aus. Statt einer gültigen Fahrerlaubnis führte er eine geladene Schusswaffe und ein Messer mit sich. Die Hamburger Polizei stellte beide Waffen sicher.

Dieser Fall war nur einer von einer Vielzahl an Verstößen, die am Mittwoch bei einer großangelegten Verkehrskontrolle auffielen. Im gesamten Stadtgebiet hatte die Polizei insbesondere auf Verstöße an Ampeln geachtet. Demnach wurden von 6.30 bis 21 Uhr insgesamt 385 Personen und 312 Fahrzeuge überprüft. Von ihnen fuhren 165 Kfz-Fahrer sowie 24 Radfahrer über rote Ampeln.

Verkehrskontrollen: Polizei registriert Vielzahl von Verstößen

Auf der Bundesautobahn 25 in Richtung Osten wurden die Beamten auf einen Fahrer aufmerksam, der permanent links fuhr und mehrmals zu dicht auf andere Autos auffuhr. Einen Pkw wollte er verbotenerweise sogar rechts überholen, als dieser den Fahrstreifen wechseln wollte. Es kam beinahe zum Unfall. Der 60 Jahre alte Fahrer muss sich nun wegen Gefährdung des Straßenverkehrs verantworten.

Die Beamten stellten folgende Verstöße fest:

  • 165 mal Rotlichtmissachtung durch Kraftfahrzeugführer, 24 mal durch Radfahrer
  • 72 mal mit dem Handy telefonieren während der Fahrt
  • 25 technische Mängel oder Nichtmitführen erforderlicher Dokumente
  • 14 sonstige Ordnungswidrigkeiten
  • acht Verstöße gegen die Anschnallpflicht
  • acht mal wurde die Weiterfahrt untersagt
  • zwei mangelhafte Ladensicherungen
  • vier mal Fahren ohne Fahrerlaubnis
  • eine Gefährdung des Straßenverkehrs
  • eine Urkundenfälschung
  • ein Steuervergehen

Gegen eine Pkw-Fahrerin wurde ein Strafverfahren wegen des Fahrens ohne Fahrerlaubnis eingeleitet, da ihr bereits im August 2018 der Führerschein unanfechtbar entzogen wurde.

Die Polizei kündigt weitere Verkehrskontrollen an.

( ade )

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