Eimsbüttel

Corona-Angst bringt 52-Jährige um ihre Ersparnisse

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Das Geld, das der Täter erbeutete, ist eine der höchsten Summen, die bei einem Handtaschenraub in Hamburg erbeutet wurden (Symbolbild).

Das Geld, das der Täter erbeutete, ist eine der höchsten Summen, die bei einem Handtaschenraub in Hamburg erbeutet wurden (Symbolbild).

Foto: Carsten Rehder/dpa

Sie hob 52.000 Euro ab und verlor sie bei einem Überfall – Täter erbeutet Höchstsumme bei einem Handtaschenraub in Hamburg.

Hamburg. Eine 52 Jahre alte Frau aus Hamburg hatte 52.000 Euro von der Bank abgehoben, weil sie befürchtete, dass das Geldinstitut in der Coronakrise insolvent gehen könnte. Diese Corona-Angst hat die Frau nun um ihre Ersparnisse gebracht. Auf dem Nachhauseweg wurde sie überfallen und ihr wurde die Handtasche, in der das Geld war, geraubt.

Die Tat passierte bereits vergangene Woche. Am Donnerstag war die 52-Jährige in die Filiale ihrer Bank an der Osterstraße in Eimsbüttel gekommen. Dort holte sie das Geld ab. Kurz darauf kam sie wieder raus. Das Geld hatte sie in ihrer Handtasche, die sie am Riemen quer über den Oberkörper trug.

Eimsbüttel: Radfahrer entriss Handtasche im Vorbeifahren

Auf dem kurzen Weg zu ihrem Auto radelte ein Radfahrer auf sie zu. Den Mann auf dem Fahrrad wird sie später bei der Kripo als 35 bis 40 Jahre alten „Südländer“ beschreiben, der eine Jeans und eine Bomberjacke trug.

Im Vorbeifahren packte der Mann die Tasche mit dem Geld, der Riemen riss. Der Täter radelte mit seiner Beute in Richtung Stellingen davon. Das aufgeregte Opfer kontaktierte erste eine Freundin, bevor sie die Polizei rief. Eine Sofortfahndung war deswegen nicht mehr sinnvoll.

Höchstsumme beim Handtaschenraub erbeutet

Das Geld, das der Täter erbeutete, ist eine der höchsten Summen, die bei einem Handtaschenraub in Hamburg erbeutet wurden. Personal der Bank bestätigte später, dass die Frau tatsächlich Geld bei der Bank abgehoben hatte. Zweifel an der Geschichte der 52-Jährigen, die bei dem Überfall unverletzt geblieben war, hat die Kripo nicht.

Ermittler gehen davon aus, dass der Täter die Frau vor der Tat beobachtet hatte. Zu gezielt war der Überfall. „Tatsächlich hatten in der ersten Zeit der Coronaepidemie überdurchschnittlich viele Kunden höhere Geldsummen von ihren Konten abgehoben“, sagt ein Banker. „Sie hatten wohl Angst und wollten Bargeld im Haus haben. Dieses Phänomen ist aber mittlerweile weitgehend abgeflaut.“

( zv )

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