Hamburg

Versuchter Mord: 18-Jährige schlagen brutal auf Opfer ein

Versuchter Raubmord in Neugraben-Fischbek: Die Polizei Hamburg nahm zwei 18-Jährige fest (Symbolbild).

Versuchter Raubmord in Neugraben-Fischbek: Die Polizei Hamburg nahm zwei 18-Jährige fest (Symbolbild).

Foto: Michael Arning

In Neugraben-Fischbek sollen die jungen Männer einen 19-Jährigen mit einem Schlagwerkzeug malträtiert haben.

Hamburg. Die Täter gingen mit äußerster Brutalität vor: Zwei 18-Jährige werden dringend verdächtigt, Mitte Februar in Neugraben-Fischbek einen 19 Jahre alten Mann hinterrücks angegriffen und mit einem Schlagwerkzeug derart malträtiert zu haben, dass das Opfer schwerstverletzt mehrfach das Bewusstsein verlor und anschließend mit zahlreichen Verletzungen ins Krankenhaus kam. Am Mittwoch wurden die beiden 18-Jährigen verhaftet. Der Überfall wird wegen der angewendeten Gewalt als versuchter Mord gewertet, teilte Polizeisprecher Holger Vehren am Freitag mit.

Bei den Ermittlungen gerieten die beiden 18-Jährigen und ein 20-Jähriger aus Neugraben-Fischbek in den Fokus. "Die beiden 18-Jährigen sind aufgrund der gewonnenen Erkenntnisse dringend verdächtig, den Überfall gemeinsam begangen und dabei ein Portemonnaie mit mehreren hundert Euro und ein Handy erbeutet zu haben", so Vehren. Der 20-Jährige steht in Verdacht, den Hinweis auf den größeren Geldbetrag erteilt zu haben.

Haftbefehle wegen versuchtem Raubmord

Zum Hintergrund: Das 19 Jahre alte Opfer war kurz vor dem Überfall in einer Spielhalle gewesen. Schon damals wurde vermutet, dass die Täter dem Mann von dort aus gefolgt waren.

Die Staatsanwaltschaft Hamburg erwirkte nun nicht nur Durchsuchungsbeschlüsse für die Wohnungen aller Tatverdächtigen, sondern auch bereits Haftbefehle gegen die beiden 18-Jährigen. "Diese lauten auf versuchten Mord in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung und schwerem Raub", sagte Vehren.

Am Mittwochmorgen durchsuchten die Ermittler schließlich die Wohnungen der Tatverdächtigen. Dabei stellten sie Beweismittel sicher, die nun ausgewertet werden. Die beiden 18-Jährigen wurden in ihren Wohnungen verhaftet, der 20-Jährige verblieb mangels Haftgründen auf freiem Fuß. Die Ermittlungen der Mordkommission, insbesondere zu den einzelnen Tatbeiträgen und den weiteren Hintergründen, dauern an.

( coe )

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