Hamburg

23-Jähriger soll Frauen gezwungen haben, anzuschaffen

Eine Prostituierte wartet in einem Bordell auf Kundschaft. In Hamburg wurde ein Mann festgenommen, der Frauen zur Prostitution gezwungen haben soll.

Eine Prostituierte wartet in einem Bordell auf Kundschaft. In Hamburg wurde ein Mann festgenommen, der Frauen zur Prostitution gezwungen haben soll.

Foto: Andreas Arnold/dpa

Polizei nimmt Mann in Wandsbek wegen Verdachts der Zwangsprostitution und Zuhälterei fest. Er selbst wohnte bei seiner Mutter.

Hamburg. Die Hamburger Polizei hat einen mutmaßlichen Zuhälter aus dem Verkehr gezogen, der mindestens drei Frauen gezwungen haben soll, für ihn anzuschaffen. Das teilte die Polizei am Dienstag mit. Die Beamten der Spezialeinheit (LKA 24) verhafteten den 23-Jährigen bereits am Freitagnachmittag. Ihm wird Zwangsprostitution, Zuhälterei, Bedrohung und Körperverletzung vorgeworfen.

Der Tatverdächtige soll mindestens seit Januar 2018 Frauen zur Prostitution gezwungen und sie immer wieder auch geschlagen und bedroht haben. Betroffen sind mindestens drei Frauen, die sich prostituierten und ihre Einnahmen nahezu komplett an den 23-Jährigen abgeben mussten.

Der Zuhälter wohnte noch bei seiner Mutter

Nachdem eine der Frauen sich im Oktober an die Polizei gewandt hatte und aus dem Metier ausgestiegen war, nahmen die Beamten des für Milieudelikte zuständigen Landeskriminalamts (LKA 65) die Ermittlungen auf. Die Staatsanwaltschaft beantragte schließlich beim Amtsgericht einen Haftbefehl sowie einen Durchsuchungs- und Arrestbeschluss für den Mann.

Nach der Vollstreckung des Haftbefehls durch die Spezialeinheit der Polizei durchsuchten die Ermittler die mütterliche Wohnung des mutmaßlichen Zuhälters in Hamburg-Wandsbek, in der er wohnte. Hierbei stellten sie mehrere Mobiltelefone, Bargeld und eine geringe Menge Marihuana sicher. Der Tatverdächtige wurde erkennungsdienstlich behandelt und anschließend der Untersuchungshaftanstalt überstellt.