Hamburg

Mercedesfahrer entkommt nach Verfolgungsjagd mit Polizei

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Mehrere Streifenwagen der Hamburger Polizei suchten nach dem Fahrer, der nach einem Unfall zu Fuß flüchtete – jedoch ohne Erfolg (Symbolbild).

Mehrere Streifenwagen der Hamburger Polizei suchten nach dem Fahrer, der nach einem Unfall zu Fuß flüchtete – jedoch ohne Erfolg (Symbolbild).

Foto: Michael Arning

Mit bis zu 170 km/h raste der Mann am Mittwoch durch Hamburg – erst ein Unfall stoppte ihn. Dann flüchtete er zu Fuß.

Hamburg. Ein bislang unbekannter Mann hat sich am Mittwochabend eine Verfolgungsjagd mit der Polizei Hamburg von Veddel bis nach Harburg geliefert. Mehrere Streifenwagen versuchten, den Mercedes-Fahrer zu stoppen, jedoch ohne Erfolg. Dem Mann gelang es schließlich, zu Fuß flüchten.

Der graue Mercedes CLS 320 war den Beamten der Verkehrsstaffel Ost am Mittwoch gegen 19.30 Uhr auf den neuen Elbbrücken mit Fahrtrichtung Süden aufgefallen. Mit einem zivilen Streifenwagen registrierten sie, wie der Fahrer sie mit einer deutlich überhöhten Geschwindigkeit überholte. Statt der erlaubten 60 km/h war der Mann in seinem Mercedes mit 130 Kilometern pro Stunde unterwegs. Zusätzlich wechselte er ständig die Fahrstreifen, um schneller voranzukommen.

Mit bis zu 170 km/h durch Hamburg

Die Beamten nahmen die Verfolgung auf. Die Fahrt führte weiter über die Wilhelmsburger Reichsstraße bis zur Anschlussstelle Harburg. Hier verließ der Mercedesfahrer die Bundesstraße in Richtung Walter-Dudek-Brücke.

Obwohl die Polizisten den Mann mit Blaulicht, Martinshorn und Haltesignalen zum Anhalten aufforderten, gab der Fahrer Gas, flüchtete über die die Schlachthofstraße in Richtung Norden und beschleunigte innerorts auf 170 km/h. Wie die Polizei weiter mitteilte, missachtete er An der Kornweide ein Rotlicht und fuhr knapp zwischen zwei vorfahrtberechtigten Lkw hindurch in Richtung Wilhelmsburger Reichsstraße.

Sofortfahndung mit acht Funkstreifenwagen

Erst in der Straße Hafenbezirk endete die Verfolgungsjagd, als der Mercedes mit einem Pkw, der dort geparkt war, zusammenstieß. Obwohl ein Zeuge noch versucht hatte, den Fahrer festzuhalten, konnte er zu Fuß flüchten. Acht Funkstreifenwagen suchten daraufhin nach dem Mann, konnten den Täter aber nicht finden.

Der Mercedes CLS 320 wurde beschlagnahmt. Die Ermittler gehen nun Anhaltspunkten zur Identität des Mannes nach und überprüfen Hinweise, nach denen er auf seiner Flucht am König-Georg-Deich in einen Linienbus gestiegen sein soll.

( maj )

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