Hamburg

DPD-Mitarbeiterin auf Firmengelände von Lkw überrollt

Die beiden Mercedes-Limousinen kollidierten aus noch ungeklärten Gründen frontal, dabei wurden mindestens fünf Menschen verletzt.

Die beiden Mercedes-Limousinen kollidierten aus noch ungeklärten Gründen frontal, dabei wurden mindestens fünf Menschen verletzt.

Foto: Michael Arning / HA

Am Mittwochabend kam es zu drei schweren Verkehrsunfällen – eine Frau wurde getötet, Babys und ein Radfahrer verletzt.

Hamburg. Bei schweren Verkehrsunfällen am Mittwochabend ist eine 61 Jahre alte Frau in Wilhelmsburg gestorben, sieben weitere Menschen, darunter zwei kleine Kinder, wurden bei zwei weiteren Unfällen in Tonndorf und Eimsbüttel zum Teil schwer verletzt.

Zunächst wurde gegen 18.15 Uhr am Doormannsweg eine 69-jährige Radfahrerin von einem Pkw erfasst und schwer verletzt. Die Frau kam aus der Tornquiststraße und überquerte nach Angaben der Polizei trotz einer Rot anzeigenden Ampel den Doormannsweg – zeitgleich fuhr ein 58-jährige Nissan-Fahrer bei Grün über die Kreuzung und kollidierte mit der Radfahrerin, die mehrere Beinfrakturen und eine Kopfverletzung erlitt.

Frau wird von Lkw überrollt und tödlich verletzt

Um kurz nach 19 Uhr wurde der Rettungsdienst zum Firmengelände des Paketdienstes DPD in Wilhelmsburg gerufen: Dort war eine 61-jährige Mitarbeiterin von einem Lkw überrollt worden. Die Beamten konnten nichts mehr für die Verunglückte tun, sie war bei ihrem Eintreffen bereits tot.

Nach Angaben der Polizei rangierte ein 38 Jahre alter Fahrer mit einer Sattelzugmaschine samt Auflieger auf dem Betriebsgelände, um einen Ladepunkt in einer Gasse rückwärts anzufahren. Dabei erfasste er die 61-jährige Frau. "Die genauen Umstände des Vorfalls sind derzeit noch unklar", sagte Polizeisprecherin Evi Theodoridou am Donnerstag.

Der Lkw-Fahrer und Zeugen des tragischen Unfalls wurden von Mitarbeitern des Deutschen Roten Kreuzes psychologisch betreut. Theodoridou: "Ein Zeuge erlitt einen Schock und wurde in ein Krankenhaus eingeliefert." Die Sattelzugmaschine wurde für die weiteren Ermittlungen sichergestellt.

Auto mit Familie auf falscher Straßenseite unterwegs

Zu einem schweren Unfall kam es knapp eine Stunde später auch in Tonndorf: Bei einem Frontalzusammenstoß von zwei Autos in einer Bahnunterführung wurden sechs Menschen verletzt, darunter auch zwei Babys.

Ein 37-jähriger Familienvater war mit seinem Mercedes C 200 auf der Tonndorfer Hauptstraße in Richtung Singelmannsweg unterwegs. Zur gleichen Zeit fuhr eine 20-Jährige mit ihren Audi S8 die Tonndorfer Straße in entgegengesetzter Richtung, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. "Nach dem derzeitigen Stand der Ermittlungen nahm der 37-jährige Mercedes-Fahrer an, dass er sich in einer Einbahnstraße befinde und fuhr deshalb auf der Gegenfahrbahn", so Polizeisprecher Rene Schönhardt.

Unfall in Tonndorf: Vier und zehn Monate alte Kinder verletzt

Als die junge Frau plötzlich das Auto auf ihrer Fahrspur bemerkte, versuchte sie nach links und der Mercedes-Fahrer nach rechts auszuweichen. Doch dabei kollidierten die beiden Fahrzeuge frontal auf der Straße. Der 37-Jährige, seine Beifahrerin (27) sowie seine beiden vier und zehn Monate alten Kinder wurden durch den heftigen Zusammenstoß zum Teil schwer verletzt.

"Die Mutter erlitt einen offenen Bruch am Finger und wurde nach medizinischer Erstversorgung in ein Krankenhaus gebracht", so Schönhardt. Die beiden Kleinkinder wurden zur Beobachtung ebenfalls in ein Krankenhaus gebracht. Die Audi-Fahrerin und ihr Beifahrer erlitten leichte Prellungen. Zur Rekonstruktion des Unfallherganges wurde ein Sachverständiger hinzugezogen. Die Unfallstelle war bis 23.25 Uhr gesperrt.