Fuhlsbüttel

Hausbrand: Feuerwehr kämpft sich durch hüfthohen Müll

Massiver Rauch war in ganz Fuhlsbüttel sichtbar. Alarmstufe wurde zweimal erhöht. Brandherd im Messie-Haus schwierig zu lokalisieren.

Hamburg. Dichter grauer Rauch quoll aus dem Einfamilienhaus im Bergkoppelweg, zog durch die kleine Wohnstraße mit den gepflegten Häusern und stieg hoch gen Himmel: Der Brand in dem Rotklinker-Gebäude in Fuhlsbüttel hat am Mittwochmorgen für einen Großeinsatz der Feuerwehr Hamburg gesorgt. Die massive Rauchentwicklung war weithin sichtbar, Bürger wurden per Warn-App informiert. Verletzt wurde niemand.

Die Feuerwehr wurde um 9.20 Uhr alarmiert. "Vor Ort wurde die Alarmstufe auf 'Feuer 2' erhöht", sagte Feuerwehrsprecher Dennis Diekmann am Morgen. Weitere Einsatzkräfte wurden hinzugezogen, um das Feuer unter Kontrolle zu bringen. Doch das erwies sich als schwieriger, als zunächst angenommen.

Feuer in Fuhlsbüttel: Bürger per App gewarnt

Der Brandherd konnte erst vormittags lokalisiert werden, die Alarmstufe wurde zwischenzeitlich auf "Feuer 3" erhöht. Weitere Einsatzkräfte wurden zur Verstärkung geholt. Nach Informationen des Abendblatts bereitete der Feuerwehr vor allem der Müll in dem Messie-Haus Probleme. Dieser stapelte sich laut Angaben vor Ort etwa hüfthoch und bestand in erster Linie aus Papier und Elektroschrott.

Somit war es für die Einsatzkräfte nicht leicht, an die Stelle im Erdgeschoss zu gelangen, an der das Feuer ausgebrochen war. Zum Teil mussten sie auf allen Vieren über den Müll hinwegkrabbeln, um an den Brandherd zu gelangen. Zu dem starken Rauch kam es, da auch jede Menge Kunststoff brannte.

Bürger per Warn-App über Rauch informiert

Die Hamburger wurden per Warn-App Nina über die starke Rauchentwicklung informiert. Die Bürger im Bereich Fuhlsbüttel sollten demnach Fenster und Türen geschlossen halten und Nachbarn – vor allem ältere und ausländische Mitbürger – verständigen. Laut der Warn-App zog die Rauchwolke Richtung Osten.

Der Bewohner des Einfamilienhauses – ein älterer Herr – soll sich nach Angaben einer Agentur noch vor Eintreffen der Feuerwehr aus dem Haus gerettet haben. Die Feuerwehr war mit rund 85 Einsatzkräften vor Ort.

Nachdem die Flammen am Mittag unter Kontrolle gebracht worden waren, musste die Feuerwehr zunächst große Mengen Müll aus dem Haus tragen. Die Einsatzkräfte suchten nach Glutnestern, um diese gegebenefalls zu löschen. Der Bergkoppelweg in Fuhlsbüttel war auch am Mittag noch gesperrt. Die Aufräumarbeiten und Nachlöscharbeiten dauerten noch einige Stunden an. "Nach Abschluss der sehr zeit- und personalintensiven Nachlöscharbeiten konnte die Einsatzstelle der Polizei für weitere Ermittlungen zur Brandursache übergeben", sagte Feuerwehrsprecher Torsten Wesselly am Donnerstagmorgen.