Hamburg

15-Jähriger wegen versuchten Totschlags in U-Haft

Symbolbild

Symbolbild

Foto: Michael Arning

Der Jugendliche soll mit einem Komplizen einen Gleichaltrigen so brutal verprügelt haben, dass die Mordkommission ermittelt.

Hamburg. Nach einer brutalen Auseinandersetzung im P+R-Parkhaus Neugraben sitzt ein 15 Jahre alter Jugendlicher in Untersuchungshaft. Ihm und einem gleichaltrigen Komplizen wird versuchter Totschlag vorgeworfen. Der aus Neugraben stammende Haupttäter wird dem Umfeld der Jugendbande zugerechnet, die in den vergangenen Monaten Einbrüche in Geschäfte im Neugrabener Zentrum verübten. Zum harten Kern der Bande wird er von der Polizei nicht gerechnet.

Bereits am 21. Januar sollen die beiden 15-Jährigen in dem Parkhaus über einen Gleichaltrigen hergefallen sein. Dabei, so die Ermittlungen der Polizei, schlugen und traten die Jugendlichen auf ihr Opfer ein. Die Schläge und Tritte waren dermaßen massiv, dass der Jugendliche zeitweise bewusstlos war.

Mordkommission übernahm Ermittlungen

„Der 15-Jährige erlitt Hämatome an Kopf und Oberkörper“, sagt ein Beamter. Trotz der Verletzungen schleppte er sich nach Hause. Erst am nächsten Tag wurde Anzeige erstattet.

Das könnte Sie auch interessieren:

Die Kripo ermittelte zunächst wegen gefährlicher Körperverletzung. „Polizei und Staatsanwaltschaft kamen dabei allerdings zu der Annahme, dass die Tat aufgrund der gezeigten Brutalität auch als ein versuchtes Tötungsdelikt gewertet werden kann“, so Polizeisprecher Florian Abbenseth. „Daraufhin wurden die Ermittlungen von der Mordkommission übernommen.“

Hintergründe der Tat sind noch nicht bekannt

Vergangenen Freitag durchsuchten Polizisten die elterlichen Wohnungen der beschuldigten 15-Jährigen in Neugraben und in Wilhelmsburg. Der in Neugraben wohnende Jugendliche wird von den Ermittlern als Haupttäter angesehen. Er wurde festgenommen. Freitagnachmittag erließ ein Richter Haftbefehl.

Die genauen Hintergründe der Tat sind noch unklar. Es soll aber einen Streit zwischen dem Opfer und zumindest einen der Täter gegeben haben.