Hamburg

Polizei zieht pro Stunde 14 Rotlicht-Sünder aus dem Verkehr

Die Hamburger Polizei hat bei einer Schwerpunkt-Kontrolle Rotlicht-Sünder ins Visier genommen.

Die Hamburger Polizei hat bei einer Schwerpunkt-Kontrolle Rotlicht-Sünder ins Visier genommen.

Foto: Thorsten Ahlf

Bei einer Verkehrskontrolle überprüfte die Hamburger Polizei 431 Fahrzeuge. In einem Fall wurde ein Auto beschlagnahmt.

Hamburg. Die Hamburger Polizei hat bei einer groß angelegten Verkehrskontrolle mit dem Schwerpunkt Rotlichtüberwachung innerhalb von 16 Stunden 431 Fahrzeuge aus dem Verkehr gezogen. 133 Beamte waren am Mittwoch zwischen 6 Uhr und 22 Uhr im gesamten Stadtgebiet im Einsatz. Dabei beobachteten die Polizisten, wie 210 Autofahrer und zwölf Radfahrer an Ampeln bei Rot fuhren. Im Schnitt ergibt das eine Quote von rund 14 Rotlicht-Sündern pro Stunde.

Sie müssen nun mit einem Bußgeld von mindestens 60 Euro und einem Punkt in der Verkehrssünderdatei rechnen. Ein 77 Jahre alter Däne musste zudem seinen Führerschein abgeben. "Ermittlungen mit Unterstützung dänischer Behörden ergaben, dass der Däne Auflagen der dänischen Führerscheinbehörde nicht nachgekommen und dessen Fahrerlaubnis daraufhin entzogen worden war", sagt Polizeisprecher Daniel Ritterskamp. Die Beamten beschlagnahmten den Führerschein des 77-Jährigen und untersagten ihm die Weiterfahrt.

Porsche-Fahrer ist 65 km/h zu schnell unterwegs

Auch ein 71-Jähriger konnte nach einer Verkehrskontrolle nicht weiter mit seinem Auto fahren. In diesem Fall beschlagnahmte die Polizei nämlich gleich das Auto. Laut dem Sprecher gab der Mann an, täglich zu fahren, ohne je im Besitz einer Fahrerlaubnis gewesen zu sein.

Neben den 222 Rotlicht-Sündern gingen der Polizei am Mittwoch auch zahlreiche andere Verkehrssündern ins Netz. So wurden 102 Menschen angehalten, die während der Fahrt ihr Mobiltelefon bedienten. Ferner stoppte die Polizei auf der A1 einen Porsche-Fahrer, der mit seinem Cayenne statt der erlaubten 80 km/h mit Tempo 145 unterwegs war.

Weitere Verstöße waren:

  • neunmal Fahren ohne Fahrerlaubnis
  • viermal Fahren unter dem Einfluss von Drogen
  • 14 Verstöße gegen die Anschnallpflicht
  • 29 Beanstandungen, wie beispielsweise eine defekte Beleuchtung