Schwerer Unfall

Rodigallee: Betrunkener Autofahrer hinterlässt Trümmerfeld

Ein Toyota-Fahrer hatte 1,6 Promille, als er einen HVV-Bus überholen wollte und dabei in den Gegenverkehr steuerte. Zwei Verletzte.

Hamburg. Wrackteile und Glassplitter von zerstörten Fahrzeugen liegen auf der Straße verteilt, Feuerwehr und Polizei sind vor Ort, die Rodigallee in Marienthal ist seit Stunden gesperrt. Ein 40 Jahre alter Toyota-Fahrer hat am Donnerstagmorgen einen schweren Unfall verursacht, bei dem drei weitere Fahrzeuge beteiligt waren, darunter ein HVV-Bus. Zwei Männer wurden verletzt und kamen in ein Krankenhaus.

Um 6.39 Uhr wurde die Polizei alarmiert. "Der Autofahrer wollte auf der Rodigallee offenbar einen HVV-Bus überholen, der gerade von der Haltestelle losgefahren war, und fuhr dafür in den Gegenverkehr", sagte Polizeisprecher Daniel Ritterskamp. Bei dem riskanten Fahrmanöver stieß der Toyota Corolla frontal mit einem Kleintransporter zusammen.

Toyota-Fahrer verursacht mit 1,6 Promille Unfall

Wegen des abrupten Aufpralls konnte ein weiterer Kleintransporter nicht mehr rechtzeitig bremsen und fuhr auf den anderen Kastenwagen auf. "Der Toyota wiederum krachte gegen den Linienbus", so Ritterskamp.

Vor Ort stellte die Polizei fest, dass der 40-Jährige betrunken war: Ein Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,6 Promille. Ab einem Wert von 1,1 Promille sprechen Gerichte von absoluter Fahruntüchtigkeit. Der Unfallverursacher und der 45-jährige Fahrer des zweiten Transporters wurden leicht verletzt.

Die Rodigallee musste für die Unfallaufnahme rund zwei Stunden gesperrt werden, was für Staus im Berufsverkehr sorgte.

Erst vor gut 24 Stunden, am frühen Mittwochmorgen, hatte eine betrunkene Mercedes-Fahrerin auf der Elbchaussee eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Die 34-Jährige war gleich gegen mehrere Autos gekracht, hatte einen Stromkasten überrollt und war mit einer Mauer kollidiert. Die Frau wurde schwer verletzt.