Hamburg

Fußgänger prallt gegen Windschutzscheibe und stirbt

Schwerer Unfall in Hammerbrook: Ein 40-Jähriger wurde von einem Auto erfasst, das über eine rote Ampel gefahren war.

Hamburg. Die Windschutzscheibe des Unfallwagens war auf der Fahrerseite komplett gesplittert, auf der Straße war Blut zu sehen, mehrere Streifenwagen und Rettungswagen standen auf dem gesperrten Heidenkampsweg in Hamburg-Hammerbrook: Ein VW hatte vor einer Woche einen Fußgänger erfasst. Der 40 Jahre alte Mann war frontal gegen die Scheibe geprallt und dann zu Boden gestürzt. Der lebensgefährlich verletzte Fußgänger kam in ein Krankenhaus, erlag sechs Tage später aber seinen Verletzungen, wie Polizeisprecher Florian Abbenseth am Donnerstag bestätigte.

Polizei und Feuerwehr wurden am 2. Januar um 10.06 Uhr zum Heidenkampsweg/Ecke Grüner Deich alarmiert. Ein Notarzt wurde mit dem Rettungshubschrauber "Christoph Hansa" zur Unfallstelle geflogen. Bevor der Notarzt das Unfallopfer in einem Rettungswagen in ein Krankenhaus begleiten konnte, musste der Mann laut Augenzeugen zunächst längere Zeit vor Ort behandelt werden. Im Krankenhaus wurde der 40-Jährige notoperiert – er verstarb jedoch am 8. Januar.

Autofahrer missachtete rote Ampel

Nach bisherigen Erkenntnissen war ein 64-Jähriger mit seinem VW auf dem Heidenkampsweg stadtauswärts Richtung Elbbrücken unterwegs. "Offenbar war der VW-Fahrer an der Ecke Grüner Deich über eine rote Ampel gefahren", sagte Polizeisprecher Florian Abbenseth vor einer Woche. Für den 40-jährigen Fußgänger, der die Straße in Richtung Bullerdeich überqueren wollte, zeigte die Ampel Grün. Der 64-jährige VW-Fahrer erlitt einen Schock.

Wie es zu dem Unfall kommen konnte und ob die tiefstehende Sonne möglicherweise eine Rolle gespielt hat, ist noch unklar. Der Verkehrsunfalldienst hatte am Unfalltag die Ermittlungen aufgenommen. Ein Sachverständiger wurde hinzugezogen. Zur Vermessung des Unfallortes wurden auch ein 3D-Laserscanner und eine Drohne eingesetzt, wie die Polizei mitteilte.