Nach Zeugenaufruf

Schläger vom Hamburger Hauptbahnhof stellen sich

Der Eingang zur Wandel im Hamburger Hauptbahnhof. Hier schlugen im Mai zwei Männer brutal zwei andere Männer zusammen.

Der Eingang zur Wandel im Hamburger Hauptbahnhof. Hier schlugen im Mai zwei Männer brutal zwei andere Männer zusammen.

Foto: picture alliance / Winfried Roth

Polizei fahndete nach zwei Männern, die Passanten brutal attackiert hatten. Verdächtige in einem weiteren Fall ebenfalls gefasst.

Hamburg. Die beiden Männer, die dringend verdächtig sind, im Mai im Hauptbahnhof Hamburg zwei andere Männer zusammengeschlagen und schwer verletzt zu haben, haben sich bei einer Polizeidienststelle gestellt und konnten identifiziert werden. Das teilte die Bundespolizei Hamburg am Montagabend mit.

Nach den mutmaßlichen Tätern war mit Bildern aus einer Überwachungskamera gefahndet worden. Laut Polizei passierte die Tat am späten Abend des 11. Mai 2019. Gegen 23.35 Uhr trafen die späteren Schläger vor dem McDonald's in der Wandelhalle auf ihre Opfer. Nach einer kurzen verbalen Auseinandersetzung eskalierte die Lage: Die Männer schlugen auf ihre Gegenüber mit massiver Gewalt ein, eines der Opfer wurde bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt.

Hirnblutungen bei den Opfern

Beide Opfer erlitten schwere Verletzungen: Unter anderem wurden Frakturen im Gesicht, Hirnblutungen und ein offenes Schädel-Hirntrauma festgestellt. Die Brutalität, mit der die Täter vorgingen, überraschte auch die Polizeibeamten.

Überfall auf 19-Jährigen: Täter identifiziert.

In einem weiteren Fall konnte die Hamburger Polizei drei 19 Jahre alte Männer aus Billstedt identifizieren, nach denen per Öffentlichkeitsfahndung gesucht worden war. Sie sollen am 12. Juli dieses Jahres einen 19-Jährigen niedergeschlagen und ausgeraubt zu haben.

Das Opfer war um 00.15 Uhr zu Fuß auf dem Weg vom U-Bahnhof Wandsbek-Gartenstadt in Richtung Anemonenweg, als es plötzlich von hinten umklammert und mit einem Messer bedroht wurde. Die drei Tatverdächtigen traten den am Boden liegenden Teenager, raubten Bargeld, Handy und Papiere, anschließend flüchteten sie.

Die drei 19-Jährigen aus Hamburg-Billstedt wurden aufgrund der eingegangenen Hinweise identifiziert. Einer der Männer hatte sich im Laufe des Tages am Polizeikommissariat 27 gestellt. Für die Wohnungen der drei Männer wurden Durchsuchungsbeschlüsse angeregt und vollstreckt. Beweismittel wurden gefunden und sichergestellt. Für die Tatverdächtigen wurden erkennungsdienstliche Maßnahmen angeordnet. Sie verblieben jedoch aus Mangel an Haftgründen auf freiem Fuß.

Die weiteren Ermittlungen werden vom Landeskriminalamt geführt.