Stellingen

Azubi bestiehlt Hamburger Online-Shop – 20.000 Euro Schaden

Nike-Sneaker in einem Regal. In Hamburg soll eine Azubi einen Online-Versandhandel gewerbsmaäßig bestohlen haben. Zum Diebesgut zählten Schuhe von namhaften Herstellern (Symbolfoto).

Nike-Sneaker in einem Regal. In Hamburg soll eine Azubi einen Online-Versandhandel gewerbsmaäßig bestohlen haben. Zum Diebesgut zählten Schuhe von namhaften Herstellern (Symbolfoto).

Foto: imago images / Dean Pictures

Ermittler stellen bei 26-Jährigem Hunderte Schuhe, Kleidung, Taschen und Rucksäcke sicher. Ware verkaufte er teils bei Ebay.

Hamburg. Ein Hamburger Auszubildender soll seinen Arbeitgeber gewerbsmäßig bestohlen haben. In der Wohnung des Azubis in Billstedt entdeckten Polizeibeamte Hunderte Beweismittel. Die Durchsuchung dauerte mehrere Stunden.

Der Geschäftsführer des Online-Versandhandels mit Sitz an der Kieler Straße in Stellingen hatte im November Strafanzeige gegen den 26 Jahren alten Auszubildenden erstattet, weil dieser seit Jahresbeginn insbesondere Schuhe und Bekleidung namhafter Hersteller aus dem Lager entwendet und später bei Ebay Kleinanzeigen zum Verkauf angeboten haben soll. Der Schaden war der Geschäftsführung aufgrund von Unstimmigkeiten bei den Lagerbeständen aufgefallen.

26-Jähriger legte Geständnis ab

Das Landeskriminalamt nahm daraufhin die Ermittlungen gegen den 26-Jährigen auf. Die Staatsanwaltschaft erwirkte beim Ermittlungsrichter einen Durchsuchungsbeschluss. Am vergangenen Donnerstag durchsuchten die Ermittler dann fast sechs Stunden lang das Haus des Mannes in Billstedt. Hierbei fanden sie das mutmaßliche Diebesgut: Die Polizisten stellten unter anderem mehr als 750 Paar Schuhe sowie Bekleidungsstücke, Taschen und Rucksäcke sicher. Der mutmaßliche Dieb legte gegenüber den Ermittlern später ein Geständnis ab. Er verblieb mangels Haftgründen auf freiem Fuß.

Nach den ersten Erkenntnissen soll durch die Diebstähle ein Schaden in Höhe von etwa 20.000 Euro entstanden sein. Die Ermittlungen werden geraume Zeit in Anspruch nehmen. "Was jetzt folgt, ist Fleißarbeit", so ein Polizeisprecher. "Es muss abgeglichen werden, welche Waren gestohlen und welche bereits im Internet verkauft bzw. angeboten wurden."