Hamburg-Fuhlsbüttel

Feuerwehr will Brand löschen – und findet Marihuana-Plantage

Die Beamten stellten in der Wohnung eine professionelle Ausrüstung zur Züchtung von Marihuana-Pflanzen sicher.

Die Beamten stellten in der Wohnung eine professionelle Ausrüstung zur Züchtung von Marihuana-Pflanzen sicher.

Foto: Michael Arning

Wegen eines angeblichen Brands rufen Mieter in Fuhlsbüttel die Feuerwehr. Doch der beißende Geruch hat eine ganz andere Ursache.

Hamburg. Das lief extrem ungünstig für einen illegalen Hanfbauer in Hamburg: Am Donnerstagmorgen alarmierten besorgte Bewohner in Fuhlsbüttel die Feuerwehr, weil es im Treppenhaus eines Mehrfamilienhauses angeblich verbrannt roch.

Als die Retter in der Preetzer Straße anrückten, um den vermeintlichen Brand zu löschen, stießen sie bei der Durchsuchung einer Wohnung aber nicht etwa auf Flammen, sondern auf eine illegale Marihuana-Plantage. "Der Geruch ging offenbar von den Pflanzen aus", sagte ein Feuerwehrsprecher dem Abendblatt.

46 Pflanzen beschlagnahmt

Die Feuerwehr rückte ab, die Kollegen von der Polizei hingegen an. Nach Informationen des Abendblatts beschlagnahmten die Beamten in einem etwa 20 Quadratmeter großen Zimmer eine komplette, professionelle Aufzuchtanlage – insgesamt 42 kleine Pflanzen und das aufwendige Belüftungs- und Beleuchtungssystem schleppten die Polizisten aus der Wohnung.

Der 25-jährige Wohnungsinhaber war nicht polizeibekannt, die Beamten fanden allerdings auch noch kleine Mengen Marihuana in dem Zimmer. Haftgründe lagen nicht vor. Jetzt ermittelt das Drogendezernat.