Verkehr in Hamburg

Polizei stoppt Sprinter in Schieflage auf der A7

Die Polizei kontrolliert einen Sprinter (Archivbild).

Die Polizei kontrolliert einen Sprinter (Archivbild).

Foto: picture alliance / HMB Media/ Heiko Becker

Der Transporter war doppelt so schwer wie erlaubt. Geladen hatte er Schiffsteile, die der Fahrer nach Italien bringen wollte.

Hamburg. Die Hamburger Polizei hat am Donnerstag auf der Autobahn 7 einen Sprinter gestoppt, der mit beachtlicher Schieflage unterwegs war. Der Transporter war den Beamten der Verkehrsstaffel gegen Mittag aufgefallen, weil er sich auffällig auf die rechte Seite neigte. Nachdem sie sich vergewissert hatten, dass die Schieflage nicht durch einen Schaden in der Fahrbahn verursacht wurde, lotsten sie das Fahrzeug zur Kontrolle in die Schnackenburgallee.

Die Überprüfung der Papiere ergab, dass der Sprinter Fahrzeugteile für ein Schiff mit einem Gesamtgewicht von 3101,50 Kilogramm geladen hatte. Mit dieser Fracht wollte der 55-jährige Fahrer von Norderstedt nach Italien fahren.

Ladung nicht ordnungsgemäß gesichert

Da das Auto offensichtlich überladen war, wurde es zu einer naheliegenden Fahrzeugwaage gebracht. Das Ergebnis überraschte selbst die Beamten: Bei einem zulässigen Gesamtgewicht von 3500 Kilogramm brachte das Fahrzeug ein Gewicht von 7080 Kilogramm auf die Waage. Damit war der Sprinter mehr als doppelt so schwer wie erlaubt. Außerdem war die Ladung nicht ordnungsgemäß gesichert.

Gegen den Fahrer, den Verlader und die Spedition wurde ein sogenanntes Vermögensabschöpfungsverfahren eingeleitet. Das bedeutet: Zunächst wird errechnet, wie viel ein regulärer Transport dieser Fracht nach Italien gekostet hätte. Die Differenz zu der unzulässigen jetzigen Transportweise wird dann den Verantwortlichen in Rechnung gestellt.