Twitter-Marathon

#12PEZ – Polizei blickt auf 12 Stunden und 400 Tweets zurück

Das Social-Media-Team der Hamburger Polizei twittert heute zwölf Stunden am Stück.

Das Social-Media-Team der Hamburger Polizei twittert heute zwölf Stunden am Stück.

Foto: Polizei Hamburg

Bei der Social-Media-Aktion der Polizei werden zwölf Stunden lang Hunderte Einsätze als Tweets veröffentlicht. Darunter auch Kurioses.

Hamburg. Mal alarmierend, mal traurig, mal skurril: die Hamburger Polizei gewährte am Mittwoch in einem Twitter-Marathon Einblicke in ihren täglichen Wahnsinn. Ab 11 Uhr twitterte das Social-Media-Team der Polizei zwölf Stunden lang live aus der Einsatzzentrale über aktuelle Einsätze. Die Aktion war Teil der aktuellen Öffentlichkeitskampagne "In Hamburg schaut man hin".

Unberechtigte Person in einer Kita in St. Georg, verdächtige Personen mit Kuhfuß und Hammer in Barmbek, Betriebsunfall mit einer verletzten Person in Sinstorf, 90-Jähriger von falschen Polizsiten belästigt, Einparkschaden in Eppendorf: Bereits zum Auftakt des Twitter-Marathons hatte das Social-Media-Team der Polizei einiges zu tun. Und bei einigen Twitter-Beiträgen bewiesen die Beamten viel Humor. Andere Tweets verdeutlichen, mit welch ernsten und schwierigen Lagen die Beamten es Tag für Tag zu tun haben.

Nach Angaben von Hartmut Dudde, dem Leiter der Schutzpolizei, bewältigen die Beamten etwa 1500 Einsätze am Tag.

Alle Highlights im Newsblog:

400 Tweets in 12 Stunden

Die Polizei blickt zurück und berichtet, dass während der 12 Stunden des Twitter-Marathons 400 Tweets veröffentlicht und nebenbei "mehrere Liter koffeinhaltige Flüssigkeit" getrunken wurde.

"Unbekanntes Tier, größer als ein Hase"

In Neuenfelde berichtete ein Anrufer von einem Zusammenstoß mit einem "unbekannten Tier, größer als ein Hase". Dieses war anschließend jedoch unauffindbar.

Einbruch-Alarm in einem Eilbeker Supermarkt

Polizei informiert Angehörige von Verstorbenen

Keller in Winterhude aufgebrochen

"Personen auf dem Seitenstreifen" der A7

"Unberechtigte" in Wohnung entpuppen sich als Gäste

In Ohlsdorf alarmierte ein Mann seine Mutter und berichtete von Personen, die sich unberechtigt in seiner Wohnung aufhalten sollen. Da die Mutter den Mann danach nicht mehr erreichen konnte, schaltete sie die Polizei ein. Die Beamten gaben jedoch kurz darauf Entwarnung und sprechen von einem Mißverständnis. "Die Personen in der Wohnung sind eingeladene Gäste", heißt es auf Twitter.

Polizei zeigt beim Twitter-Marathon Humor

Die Beamten setzen beim Bericht zu einem Einsatz wegen zwei Autofahrern in Borgfelde auf ein Gif, das die Situation vor Ort humorvoll veranschaulicht.

Einsetzender Berufsverkehr: Verkehrsunfälle und Liegenbleiber

In Sasel kollidierten ein DHL-Fahrer mit einem Pkw, in Fuhlsbüttel, der HafenCity, Waltershof, Ottensen, Schnelsen, Langenhorn, Hoheluft und Tonndorf und anderen Stadtteilen kam es zu weiteren Verkehrsunfällen. Währenddessen musste auf der A1 ein Liegenbleiber und ein Unfall auf der A7 durch die Verkehrsdirektion abgesichert werden.

Die Polizei dreht in Altona "den Saft ab"

Lkw-Fahrer im Hafen überprüft: 1,6 Promille Atemalkohol

Die Polizei wurde alarmiert, weil der Lkw-Fahrer nach Alkohol roch. Bei ihm wurden anschließend 1,6 Promille Atemalkohol festgestellt. Daher stellte die Polizei eine Strafanzeige, entnahm eine Blutprobe und stellte den Führerschein sicher. Auf die Frage eines Twitter-Users, wie denn sichergestellt werde, dass der Mann nicht "einfach ohne Führerschein weiterfährt, antworteten die Beamten: "Um eine Weiterfahrt zu unterbinden, wird regelmäßig der Fahrzeugschlüssel sichergestellt."

Wegen Verkehrsunfall: Polizei bittet um aufmerksames Fahren

Auch Polizisten müssen mal essen

Polizei schlichtet Handy-Streit zwischen Eltern und Tochter

Gerade für Teenager ist das Handy von enormer Bedeutung. Versuche von Eltern, einem Heranwachsenden das Telefon abzunehmen, enden häufig im Streit – so auch heute Nachmittag in Fuhlsbüttel. Die Polizei versuchte einen Streit zwischen Eltern und einer 15-Jährigen zu schlichten. Dabei ging es – klar – um das Handy des Mädchens.

Knochen bei Bauarbeiten auf St. Pauli gefunden

Polizei: "Tatmittel ist ein Laubbläser"

Am späten Mittag musste die Polizei nach Wandsbek ausrücken. Dort wurde eine Ruhestörung gemeldet. Es handelte sich jedoch nicht um zu laute Musik oder lärmende Jugendliche. "Das Tatmittel ist ein Laubbläser", twitterte das Social-Media-Team.

Polizei trennt Streithähne

Verdächtige Person in Poppenbüttel – ganz harmlos

Neuntklässler bedroht Lehrer an Altonaer Schule

Um 11.44 Uhr verständigte eine Schule in Altona die Polizei. Der Grund: Ein Neuntklässler hatte Lehrer verbal massiv bedroht und verhielt sich sehr aggressiv. Zwei Streifenwagen fuhren zu der Schule. "Die Beamten trafen den Schüler auf der Straße nahe der Schule an", sagte Polizeisprecherin Nina Kaluza. Der Junge wurde in Gewahrsam genommen.

Polizei gibt brandheiße Tipps

Polizei entdeckt Verstorbenen in Billstedter Wohnung

Auch die Übermittlung trauriger Nachrichten gehört zum Alltag der Polizei. In Billstedt entdeckte die Polizei in einer Wohnung eine Person, die verstorben war. Beamte müssen nun die Angehörigen benachrichtigen.

Polizei twittert: Stromlos in Altona

"Es wird ein Einblick in die Vielfalt und den Umfang der täglich zu bewältigenden Einsätze ermöglicht, im Fokus stehen dabei auch eingehende Hinweise auf zunächst vielleicht unklar erscheinende Situationen", teilte die Polizei im Vorwege mit. Gerade weil mit der dunklen Jahreszeit auch immer ein Anstieg der Einbruchszahlen einher gehe, seien Hinweise auf verdächtige Personen oder Fahrzeuge in den Stadtteilen von ganz erheblicher Bedeutung.

Twitter-Marathon wird von Serien-Schauspieler begleitet

Alle Tweets des Social-Media-Teams werden mit dem Hashtag #12hPEZ versehen. Im Verlauf der Aktion werden auch Tipps zum Einbruchschutz getwittert. Zudem bekommen die Beamten beim Twitter-Marathon prominente Unterstützung – der Schauspieler Harald Maack, bekannt aus der ZDF-Serie "Notruf Hafenkante", wird die Aktion begleiten.

Einen ersten Twitter-Marathon der Hamburger Polizei hatte es im März 2017 gegeben. Damals hatte das Social-Media-Team 859 Einsätze binnen zwölf Stunden getwittert. Bei den Einsätzen ging es um Unfälle, Streit unter Nachbarn, zu laute Partys, entlaufene Hunde, Schlägereien, Einbrüche, illegale Autorennen, brennende Mülleimer, aber auch um einen Todesfall.