Hamburg

Razzia: Keine Drogen, dafür ein kleines Vermögen gefunden

SEK-Beamte der Hamburger Polizei im Einsatz (Archivbild).

SEK-Beamte der Hamburger Polizei im Einsatz (Archivbild).

Foto: Michael Arning

Statt Drogen fand die Polizei große Bargeldsummen, Schmuck und Uhren – bei einem Mann, der Sozialleistungen beziehen soll.

Hamburg. Bei zwei Durchsuchungen in Hamburg-Rahlstedt hat die Polizei am Mittwochmorgen 170.000 Euro Bargeld, Schmuck und wertvolle Uhren gefunden. Dabei sollten von den durch das Spezialeinsatzkommando (SEK) unterstützten Ermittlern eigentlich Drogen sichergestellt werden. Denn die Razzien richteten sich gegen zwei einschlägig polizeibekannte Hamburger, die bereits im Frühjahr nach einem mutmaßlichen Drogengeschäft festgenommen worden waren.

Weitere Ermittlungen erhärteten den Verdacht, so dass die Staatsanwaltschaft Durchsuchungsbeschlüsse gegen die Wohnungen der 36 und 38 Jahre alten Männer erwirkte. Diese wurden am Mittwoch vollstreckt. In der Wohnung des älteren Verdächtigen wurden laut Polizeisprecherin Nina Kaluza bei der Razzia 124.500 Euro in bar sichergestellt, illegale Betäubungsmittel wurden jedoch nicht gefunden.

Möglicher Drogenhändler soll Sozialleistungen beziehen

Auch in der zweiten Wohnung gab es keine Drogen: Dafür aber fast 45.500 Euro Bargeld, Luxus-Armbanduhren und hochwertigen Schmuck. Außerdem zwei Schreckschusswaffen und eine Feinwaage. Darüber hinaus soll der 36-Jährige laut Polizei Sozialleistungen beziehen.

Wegen der hohen Bargeldsummen ungeklärter Herkunft wurden auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Verfahren wegen des Verdachts der Geldwäsche gegen beide Männer eingeleitet.