Mit Schusswaffe bedroht

Überfall auf Bezirksamt Nord: Täter flüchtet mit 10.000 Euro

Alarm am Bezirksamt Hamburg-Nord: Ein Unbekannter hatte die Zahlstelle am Dienstag überfallen.

Alarm am Bezirksamt Hamburg-Nord: Ein Unbekannter hatte die Zahlstelle am Dienstag überfallen.

Foto: Michael Arning

Der Räuber bedrohte die Angestellte der Zahlstelle mit einer Schusswaffe und forderte Geld. Ist es der Apothekenräuber?

Hamburg. Ein unbekannter Mann hat am frühen Dienstagnachmittag die Zahlstelle des Bezirksamtes Hamburg-Nord an der Kümmellstraße überfallen. Nachdem er eine 24 Jahre alte Angestellte mit einer Schusswaffe bedroht hatte, flüchtete er mit seiner Beute, wie Polizeisprecher Florian Abbenseth dem Abendblatt bestätigte.

Der maskierte Täter betrat das Bezirksamt in Eppendorf um kurz vor 14 Uhr. Er forderte Bargeld und flüchtete anschließend nach Abendblatt-Informationen mit rund 10.000 Euro in unbekannte Richtung. Genutzt werden sollte das Geld für Sozialhilfeempfänger, die keine Konten haben. Trotz sofort eingeleiteter Fahndung konnte der Mann noch nicht gefasst werden. Neben einem Dutzend Streifenwagen war auch der Polizeihubschrauber "Libelle 1" ist im Einsatz. Die Ermittler bitten nun Zeugen um Hinweise auf den Räuber.

Er wird wie folgt beschrieben:

  • männlich
  • europäisches Aussehen
  • etwa 40 Jahre alt
  • etwa 1,90 m groß
  • dunkler Dreitagebart und dunkle Augenbrauen
  • dunkel gekleideter, unter anderem trug er eine Oberbekleidung mit einer Kapuze, die er sich ins Gesicht gezogen hatte

Nach Informationen des Abendblatts könnte es sich bei dem Räuber um einen Mann handeln, der vor acht Tagen die Paracelsus-Apotheke am Grindelberg überfallen hat. Der Mann hatte am Montag gegen 9.30 Uhr die Apotheke nahe der U-Bahnstation Hoheluftbrücke überfallen, dort einen 41-jährigen Apotheker mit einer Schusswaffe bedroht und war mit einem mittleren zweistelligen Betrag geflüchtet. Ferner prüfen die Ermittler, ob es Zusammenhänge zu weiteren Raubtaten gibt.

Zeugenhinweise nimmt die Polizei unter der Rufnummer 040 4286-56789 (Hinweistelefon) oder an jeder Dienststelle entgegen.