Hamburg

Berauschte Briefleser lösen Großeinsatz der Feuerwehr aus

Zwei Personen klagten über Atemnot nach dem Öffnen eines Briefes. Eine mysteriöse Substanz entdeckten die Einsatzkräfte aber nicht.

Hamburg. Immer wieder sorgen unbekannte Substanzen in Briefumschlägen und daraus folgende Feuerwehreinsätze in Hamburg für Schlagzeilen. Am frühen Dienstagnachmittag wurden die Einsatzkräfte erneut wegen eines mysteriösen Briefinhalts alarmiert. Zwei Personen, die in einem fünfgeschossigen Wohnhaus an der Kleinen Reichenstraße (Hamburg-Altstadt), Post geöffnet hatten, klagten anschließend über Atemnot. Feuerwehr und Polizei gingen vom Ernstfall aus, rückten mit zahlreichen Einsatzkräften an und sperrten die Straße. Doch eine gefährliche Substanz entdeckten sie nicht.

Briefleser standen vermutlich unter Drogen

Gegen 13.20 Uhr erhielt die Feuerwehr den Notruf aus der Kleinen Reichenstraße. Auch der Umweltdienst rückte zum Einsatzort aus. Die beiden unter Atemnot klagenden Personen wurden von einer Notärztin untersucht und kamen vorsorglich ins Krankenhaus. Nach Angaben der Feuerwehr konnten jedoch "keine gefährlichen Stoffe festgestellt" werden.

Nach Informationen des Abendblatts standen die beiden Personen, die den Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst hatten, unter fremden, berauschenden Substanzen – also vermutlich Drogen. In diesem Zustand Briefe zu öffnen, scheint offenbar nicht besonders ratsam zu sein. Die Feuerwehr war mit 45 Einsatzkräften vor Ort.