Hamburg-Tonndorf

Geistig verwirrter Mann sticht Fußgängern ins Gesäß

Einsatzfahrzeuge von Rettungsdienst und Polizei (Symbolbild).

Einsatzfahrzeuge von Rettungsdienst und Polizei (Symbolbild).

Foto: Michael Arning

Ein 23-Jähriger hat in der Nacht zu Sonnabend drei Männer mit einem Messer angegriffen. Erst nach drei Stunden wurde er festgenommen.

Hamburg. Gut drei Stunden war er unterwegs, redete wirr und griff wahllos Passanten rund um den Tonndorfer Bahnhof an: Die Hamburger Polizei hat am Sonnabend gegen 6.30 Uhr einen offenbar psychisch kranken Mann (23) festgenommen, der zuvor drei Männer mit einem Messer attackiert hatte.

Der erste Notruf erreichte die Polizei gegen 3.30 Uhr, nachdem der 23-Jährige an der Tonndorfer Hauptstraße einen gleichaltrigen Fußgänger angegriffen hatte. Laut Lagedienst der Polizei soll er von hinten auf den Mann zugegangen und ihm mit einem Messer ins Gesäß gestochen haben – ohne Vorwarnung.

Drei Stunden mit Messer unterwegs

Danach verschwand der Angreifer zunächst, tauchte aber gegen 6.30 Uhr wieder am Tonndorfer Bahnhof auf und attackierte zwei weitere Fußgänger (27,61) auf die gleiche Weise mit dem Messer. Erst dann gelang es Beamten, den Mann festzunehmen.

"Die Opfer wurden zum Glück nur leicht verletzt", sagte ein Sprecher des Lagedienstes dem Abendblatt. In einem Fall sei die Stichwunde aber acht Zentimeter tief gewesen. Die Verletzten mussten in einem Rettungwagen versorgt werden.

Bei seiner Festnahme habe der Täter einen verwirrten Eindruck gemacht und nur unzusammenhängende Sätze von sich gegeben. Der 23-Jährige befindet sich zurzeit noch in Polizeigewahrsam. Nach einer ärztlichen Untersuchung muss nun entschieden werden, ob er in eine geschlossene Klinik für psychisch Kranke eingewiesen wird.