Großeinsatz

Kellerbrand in Billstedter Hochhaus war wohl Brandstiftung

60 Feuerwehrleute mussten am Donnerstag zehn Bewohner aus einem stark verqualmten Gebäude in Mümmelmannsberg retten.

Hamburg. Großalarm für die Hamburger Feuerwehr: Ein Kellerbrand in einem Wohnhaus in der Max-Pechstein-Straße in Mümmelmannsberg hat den Einsatz von rund 60 Feuerwehrleuten notwendig gemacht. Als die ersten Einsatzkräfte am Donnerstagabend eintrafen, schlugen Rauch und Feuer aus mehreren Kellerfenstern. Offenbar handelte es sich um Brandstiftung.

Da offenbar eine Verbindungstür zum Keller im Inneren des neunstöckigen Gebäudes geöffnet war, drang der Brandrauch auch ins Treppenhaus – und von dort aus auch in mehrere Wohnungen, deren Bewohner laut Feuerwehrsprecher Jan-Ole Unger die Türen geöffnet hatten. Sie retteten sich auf Terrassen und Balkone und riefen um Hilfe.

Acht Menschen gerettet – Polizei sucht Nebenstraßen ab

Die Feuerwehrleute retteten zehn Menschen mit Fluchthauben aus dem verqualmten Gebäude, sieben von ihnen mussten nur ambulant versorgt werden, eine Person wurde wegen Rauchgasinhalation ins Krankenhaus gebracht.

Das Feuer konnte rasch gelöscht werden, einige Bewohner konnten noch am späten Abend in ihre Wohnungen zurückkehren. Die Polizei, die ebenfalls mit vielen Einsatzkräften vor Ort war, suchte während des Feuerwehreinsatzes die Nebenstraßen ab. Wie Polizeisprecher Florian Abbenseth sagte, wurde der Brand wohl vorsätzlich gelegt. "Die Ermittler müssen allerdings noch eine Brandortbegehung machen."