Hamburg

BMW-Fahrer flüchtet vor Polizei und kracht in Streifenwagen

Zunächst ein Streifenwagen verfolgte den flüchtigen BMW-Fahrer (Symbolfoto)

Zunächst ein Streifenwagen verfolgte den flüchtigen BMW-Fahrer (Symbolfoto)

Foto: imago images / Jonas Walzberg

Nach dem Unfall stiegt der Mann aus und flüchtet zu Fuß. Seine Beifahrerin ließ er verletzt im Auto zurück.

Hamburg. Ein BMW-Fahrer hat sich in Hamburg eine waghalsige Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert. Dabei stieß der BMW mit einem Streifenwagen zusammen. Der Fahrer flüchtet weiter zu Fuß und ließ seine verletzte Beifahrerin in dem Auto zurück. Die weitere Fahndung mit sechs Polizeiautos nach dem Mann blieb ohne Erfolg.

Ins Visier der Polizei geriet der BMW in der Nacht zum Sonnabend auf der A255. Die Besatzung des Streifenwagens fuhr dort gegen 3 Uhr Richtung Innenstadt, als sich plötzlich von hinten ein Auto mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit näherte. "Beim Anblick des Funkstreifenwagens reduzierte der Fahrer des BMW schlagartig die Geschwindigkeit", sagt Polizeisprecher Rene Schönhardt.

BMW-Fahre täuscht an, in Straßen abzubiegen

Ein besonders verdächtiges Verhalten, dass die Beamten dazu bewegte den Fahrer und das Auto zu überprüfen. Doch der BMW-Fahrer reagierte nicht auf die Anhaltezeichen und gab stattdessen Gas. Dabei täuschte er an, in Straßen abzubiegen und raste sogar in den Gegenverkehr.

Als der BMW-Fahrer abrupt in eine Straße abbiegen wollte, kam es in Rothenburgsort zum Zusammenstoß mit dem Streifenwagen. Der Mann stieg aus und flüchtete weiter zu Fuß. "Im Fahrzeug befand sich eine Mitfahrerin, die durch den Unfall leicht verletzt wurde. Nach ambulanter Behandlung wurde die 36-Jährige entlassen", sagt Polizeisprecher Schönhardt.

Weiterer Streifenwagen kommt bei Anfahrt von Straße ab

Der BMW wurde hingegen von der Polizei beschlagnahmt. Bei einer ersten Überprüfung stellen die Beamten fest, dass an dem Auto gestohlene Kennzeichen angebracht waren. Zudem lagen auch im Kofferraum gestohlene Nummernschilder. Das Auto wird nun von der Spurensicherung untersucht, die beispielsweise anhand von DNA-Spuren, gesicherten Fasern oder Fingerabdrücken, beweisen können, wer am Steuer saß.

Im Zusammenhang mit der Verfolgungsfahrt verunglückte ein weiterer Streifenwagen. Die Besatzung war als Verstärkung angefordert worden. Auf der Anfahrt kam das Polizeiauto in Wilhelmsburg an der Kreuzung Georg-Wilhelm-Straße/Harburger Chaussee von der Straße ab und prallte gegen eine Straßenlaterne. Ein Beamter wurde leicht verletzt.