Hamburg

Mit Kopfschmerzen zur Polizei – ohne Umweg ins Gefängnis

Bundespolizeibeamte nehmen einen Verdächtigen fest (Archivbild).

Bundespolizeibeamte nehmen einen Verdächtigen fest (Archivbild).

Foto: Roland Magunia / HA

Weil ihn Kopfweh und Schwindelgefühle plagten, ging ein Mann zur Bundespolizei. Die stellte fest, dass er ganz andere Probleme hat.

Hamburg. Eigentlich ist es durchaus lobenswert, was ein 33-Jähriger am sehr frühen Sonnabendmorgen angestellt hat: Statt eine der stets überfüllten Notaufnahmen zu behelligen, begab sich der Mann zum Bundespolizeirevier im Bahnhof Altona, um dort sein Leid zu klagen: Ihn würden Kopfschmerzen und Schwindelgefühle plagen. Möglicherweise war es das Wort Schwindel, das die Beamten veranlasste, etwas genauer hinzuschauen, wer da bei ihnen vorstellig geworden war.

Der hinzugerufene Amtsarzt konnte bei der Untersuchung des Mannes auch gleich quittieren, dass er trotz seiner Leiden gewahrsamsfähig sei. Denn eine Überprüfung der Personalien ergab, dass gegen den 33-Jährigen gleich zwei Haftbefehle und vier Fahndungsnotierungen vorlagen – unter anderem wegen Fahrens ohne Führerschein.

Gefängnis statt Krankenhaus

Laut Bundespolizei konnte er "den haftbefreienden Betrag von insgesamt 740 Euro" nicht aufbringen, weswegen er umgehend in eine Hamburger Haftanstalt überstellt wurde. Die Kopfschmerzen und Schwindelgefühle sind hoffentlich schon vor dem Ablauf der 67 Tage Freiheitsstrafe wieder abgeklungen.