Brunsbüttel

Feuer auf Frachter – Schiff aus Elbmündung geschleppt

Zwei Schlepper stabilisieren die "Kelly", während ein Helikopter der Bundespolizei über dem havarierten Frachter kreist.

Zwei Schlepper stabilisieren die "Kelly", während ein Helikopter der Bundespolizei über dem havarierten Frachter kreist.

Foto: Jonas Walzberg / dpa

Bei dem im Maschinenraum der "Kelly" ausgebrochenen Brand starb ein Seemann, zwei weitere wurden schwer verletzt.

Brunsbüttel. Das Feuer auf dem Frachter „Kelly" in der Elbmündung bei Cuxhaven ist inzwischen gelöscht. Das Schiff wurde noch am Freitagabend nach Brunsbüttel geschleppt, bestätigte ein Sprecher des Havariekommandos am Sonnabend.

Bei dem Brand war ein Besatzungsmitglied ums Leben gekommen. Zwei weitere Seeleute wurden schwer verletzt. Sie wurden per Hubschrauber in Hamburger Kliniken geflogen. Zum Zeitpunkt des Unglücks seien 13 Besatzungsmitglieder – elf Russen und zwei Ukrainer – sowie ein Lotse an Bord gewesen.

Frachter "Kelly" war auf dem Weg nach Kaliningrad

Zur Identität des Toten und der Verletzten machte der Sprecher keine Angaben. Der Brand war ausgebrochen, als sich das Schiff in Höhe Otterndorf befand. Es musste zunächst notankern. Der Seenotrettungskreuzer "Anneliese Kramer" und der Schlepper "Parat" hatten die Einsatzkräfte an Bord der "Kelly" gebracht, sie konnten das Feuer löschen.

Die Brandursache wird von der Hamburger Wasserschutzpolizei untersucht. Der unter maltesischer Flagge fahrende Frachter „Kelly“ (132 Meter lang) war ohne Ladung auf dem Weg von Rotterdam nach Kaliningrad. Das 132 Meter lange Schiff sollte durch den Nord-Ostsee-Kanal fahren.